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Quartal 1 2009

 

Band 59 (2009) - Heft 1

 

Was wir meinen

Geld und Genossenschaft
Prof. Dr. Johann Brazda, Wien

 

Abhandlungen

Symbiotische Unternehmensnetzwerke als alternatives genossenschaftliches Kooperationsmodell für den Mittelstand
Dr. Harald J. Bolsinger, Nürnberg

Zusammenfassung

 

Genossenschaftliches Eigenkapital im HGB und den IFRS - ökonomische und regulatorische Implikationen für Kreditgenossenschaften
Dipl.-Kfm. Sven Bornemann/Dipl-Hdl. Claudia Schaaff/Prof. Dr. Andreas Pfingsten, Münster

Zusammenfassung


Die Erhebung von Finanzierungsbeiträgen zur Deckung eines außerordentlichen Kapitalbedarfs bei Genossenschaften
RA Dr. Christian Dietrich, München

Zusammenfassung

 

Ist die Europäische Genossenschaft kapitalmarktfähig? - Zum Anwendungsbereich des Art. 64 SCE-VO
Prof. Dr. Jürgen Keßler/Dipl.-Wirtschaftsjuristin Anja Herzberg, Berlin

Zusammenfassung

 

Anfechtungsrechte einfacher Mitglieder der Kreditgenossenschaft
RA Michael Olfen/Dipl.-Jur. Stefan Pannier, Hamburg

Zusammenfassung

 

Haben Genossenschaftsmitglieder durch die Darstellung des Prüfungsergebnisses nach Internationalen Prüfungsstandards einen Informationsgewinn?
Mag. Arnulf Perkounigg, Innsbruck

Zusammenfassung


ZfgG Aktuell

Helmut Lipfert, 1924 - 2008
Prof. Dr. Günther Ringle, Hamburg

Jetzt erhältlich: ZfgG-Sonderheft 2008 "Risikomanagement durch genossenschaftliche Selbsthilfe in Entwicklungsländern"

 

Buchbesprechungen

Aulinger, Andreas (Hrsg.): Netzwerk-Evaluation, Herausforderungen und für Verbundnetzwerke
(Prof. Dr. Dietmar Rößl, Wien)

Higl, Michael: Theorie der Genossenschaft
(Prof. Dr. Richard Reichel, Nürnberg)

Münkner, Hans-H./Ringle, Günther (Hrsg.): Alleinstellungsmerkmale genossenschaftlicher Kooperation - Der Unterschied zählt
(Prof. Dr. Werner W. Engelhardt, Köln)

 

Beiträge in wenigen Sätzen

Symbiotische Unternehmensnetzwerke als alternatives genossenschaftliches Kooperationsmodell für den Mittelstand
Dr. Harald J. Bolsinger, Nürnberg

Interorganisationale Kooperationsformen werden überwiegend im Rahmen der Markt-Hierarchie-Dichotomie abgehandelt. In diesem Denkmodell existiert keine Möglichkeit, dauerhaft ungleiche aber vorteilhafte Tauschbeziehungen autonomer Unternehmen zu etablieren. Symbiotische Unternehmensnetzwerke wirken dem Defizit entgegen, indem sie als alternatives Kooperationsmodell wirtschaftliches Potenzial gemeinschaftlich aufdecken und nutzbar machen helfen, das bei der gängigen neoklassischen Betrachtungsweise verborgen bleibt.

Cooperations between organizations are frequently analyzed within a dichotomous market-hierarchy model. However, those models do not allow for an evaluation of potentially unequal distributions of the gains from exchange between the participating autonomous firms. Models of symbiotic firm networks may help to overcome this restriction. They constitute an alternative framework which can uncover hidden efficiency reserves and additional gains from cooperation.

Les formes de coopération inter-organisationnelle sont principalement discutées dans le cadre de la dichotomie marché-hiérarchie. Ce modèle ne permet pas d’évaluer des relations d’échanges inégales et en même temps avantageuses entre les entreprises autonomes. Des réseaux d’entreprise symbiotiques combattent ce déficit. Ils constituent une approche différente permettant de percevoir des performances et des bénéfices supplémentaires de coopération, ce qui – sous l’approche néoclassique – reste caché.

 

Genossenschaftliches Eigenkapital im HGB und den IFRS - ökonomische und regulatorische Implikationen für Kreditgenossenschaften
Dipl.-Kfm. Sven Bornemann/Dipl-Hdl. Claudia Schaaff/Prof. Dr. Andreas Pfingsten, Münster

Der Beitrag erörtert die Folgen der Anwendung des IAS 32 in Kreditgenossenschaften. In diesem deutschen Bankensektor kann es hierdurch zu einem Verlust erheblicher Eigenkapitalbestandteile und damit auch der aufsichtsrechtlichen Eigenmittel kommen. Die Inkonsistenz des IAS 32 in Bezug auf genossenschaftliche Geschäftsguthaben wird gezeigt. Darüber hinaus werden Maßnahmen dargelegt und untersucht, mit deren Hilfe Kreditgenossenschaften den Erhalt und die Erweiterung ihrer Eigenkapitalbasis erreichen können.

This paper discusses the consequences of the IAS 32 accounting standards for credit cooperatives. The German cooperative banking sector may face a serious reduction of equity capital, which is in particular due to supervisory requirements. It is pointed out, however, that the IAS 32 regulatory framework is inconsistent regarding equity capital of credit cooperatives. Therefore, we discuss several alternatives to strengthen the equity capital basis of cooperative banks.

L’article débat des conséquences de l’application des standards comptables internationaux IAS 32 pour les coopératives de credit. Le secteur des banques coopératives allemandes risque de faire face à une importante réduction de ces fonds propres. Il est de plus souligné que le cadre réglementaire des IAS 32 est incompatible avec l’avoir social coopératif. Finalement l’auteur présente et analyse des mesures permettant de maintenir et de renforcer la base des fonds propres des banques coopératives.

 

Die Erhebung von Finanzierungsbeiträgen zur Deckung eines außerordentlichen Kapitalbedarfs bei Genossenschaften
RA Dr. Christian Dietrich, München

Die Problematik der Finanzierung von Genossenschaften ist allgemein bekannt. Mit der Frage eines als „Finanzierungsbeitrag“ bezeichneten, von den Mitgliedern nachträglich zu entrichtenden Beitrages auf das Geschäftsguthaben, hatten sich jüngst zwei Kammern des LG München I und das OLG München zu befassen. Der nachstehende Beitrag versteht sich zugleich als Besprechung dieser Entscheidungen.

Cooperative firms often have restricted access to equity capital, particularly when the need for additional internal finance arises. Two German regional courts have decided on potential obligations of members in this case. The article discusses the consequences of these court decisions for cooperatives in general.

La problématique du financement des coopératives est généralement connue. Deux chambres de justice de Munich se sont occupées de la question d’une contribution appelée « cotisation financière » qui est à verser ultérieurement par les membres pour l’avoir social. L’article suivant traite et commente ces décisions de justice.

 

Ist die Europäische Genossenschaft kapitalmarktfähig? - Zum Anwendungsbereich des Art. 64 SCE-VO
Prof. Dr. Jürgen Keßler/Dipl.-Wirtschaftsjuristin Anja Herzberg, Berlin

Nach Art. 64 der SCE-VO können Unternehmen in der Rechtsform der Europäischen Genossenschaft im Rahmen der Fremdkapitalfinanzierung Wertpapiere und Schuldverschreibungen emittieren. Welche gesetzlichen Vorgaben hierbei zu beachten sind, gilt es nachfolgend darzustellen.

Article 64 of the Statute for a European Cooperative Society (SCE) states that SCEs may emit securities and bonds as instruments of external finance. This paper discusses the relevant statutory provisions in Germany.

L’article 64 du statut de la société coopérative européenne (SCE) décrète que les coopératives européennes peuvent émettre des valeurs mobilières et obligations comme instrument de financement externe. Ce document décrit les applications législatives pertinentes en Allemagne.

 

Anfechtungsrechte einfacher Mitglieder der Kreditgenossenschaft
RA Michael Olfen/Dipl.-Jur. Stefan Pannier, Hamburg

Kann ein einfaches Genossenschaftsmitglied Beschlüsse der Vertreterversammlung an­fechten, obwohl es nicht zum Vertreter einer Vertreterversammlung gewählt wurde? Und besteht eine Klagebefugnis eines Mitglieds bei Wahlen zum Aufsichtsrat, an der es selbst teilgenommen hat? Mit diesen beiden Fragen zum genossenschaftlichen Anfechtungsrecht setzt sich der vorliegende Artikel anhand einer soweit ersichtlich erstmalig ergangenen obergerichtlichen Entscheidung auseinander. Dabei wird auch die Möglichkeit der Heilbarkeit nach § 242 Abs. 2 AktG von den Verfassern aufgegriffen.

Can a member of a cooperative firm appeal against resolutions of the meeting of delegates even if she is not an elected delegate? Does there exist a right of action regarding the election of the supervisory board? Both questions are discussed within the context of a legally effective high court decision.

Est-ce qu’un membre d’une société coopérative peut contester une décision de l’assemblée des délégués bien qu’il n’en fasse pas parti? Est-ce qu’il existe un droit d’action en justice concernant l’élection du conseil de surveillance? Ces deux questions sont traitées dans le respect d’un jugement de la haute Cour de justice.

 

Haben Genossenschaftsmitglieder durch die Darstellung des Prüfungsergebnisses nach Internationalen Prüfungsstandards einen Informationsgewinn?
Mag. Arnulf Perkounigg, Innsbruck

In diesem Artikel werden zunächst die Unterschiede in der Darstellung der Prüfungsergebnisse bei Genossenschaften nach der derzeitigen Rechtslage im Vergleich mit den Internationalen Prüfungsstandards herausgearbeitet. Anschließend wird der Frage nachgegangen, ob die Genossenschaftsmitglieder bei der Darstellung des Prüfungsergebnisses nach den Internationalen Prüfungsstandards einen Informationsgewinn haben und somit ein besonderer Anreiz für die Anwendung dieser Vorschriften besteht.

This article outlines differences between reporting requirements according to Austrian and German cooperative law and international auditing standards. Subsequently, the question whether members of a cooperative may gain additional information from international auditing reporting standards is discussed.

Cet article met en évidence les différences dans la présentation des audits selon le droit coopératif autrichien et allemand et les standards d’audit internationaux. En conclusion, la question est posée de savoir quels avantages les membres des coopératives retirent des informations concernant ces standards internationaux.

 


 

 
 
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