Quartal 2 2008
Band 58 (2008) - Heft 2
Schwerpunktheft zum Thema
“Zukunft der genossenschaftlichen Pflichtprüfung”
Was wir meinen
Genossenschaften und bürgerschaftliches Engagement
Prof. Dr. Günther Ringle, Hamburg
Interview
Die 8. EU-Richtline
Prof. Dr. Volker H. Peemöller im Gespräch mit Jürgen Tiedje, Referatsleiter der Abteilung Revision, Generaldirektion Binnenmarkt und Dienstleistungen der Europäischen Kommission, Brüssel
Abhandlungen
Den Förderauftrag prüfen – wie soll der Prüfer das machen?
Prof. Dr. iur. Volker Beuthien/Dr. Stephanie Hanrath, Marburg
Zusammenfassung
Die Zukunft der genossenschaftlichen Pflichtprüfung
RA Dr. Burchard Bösche, Hamburg
Zusammenfassung
Die Staatsaufsicht über die genossenschaftlichen Prüfungsverbände – Relikt der Vergangenheit oder System mit Zukunft?
WP/StB Dipl.-Kffr. Ingeborg Esser/Prof. Dr. Jürgen Keßler, Berlin
Zusammenfassung
Genossenschaftsrechtliche Kunstgriffe für einen Eigenkapitalausweis nach IAS 32
RA Dr. Marcus Geschwandtner/WP/StB Dipl.-Kfm. Marko Müller, Bonn
Zusammenfassung
Aktuelle Entwicklungen und Besonderheiten der Prüfung von Kreditinstituten
WP/StB Erhard Gschrey/WP/StB Michael Gruber, München
Zusammenfassung
Die Reform der genossenschaftlichen Pflichtprüfung bei Kleinunternehmen
Prof. Dr. Jürgen Keßler/Prof. Dr. Manfred Kühnberger, Berlin
Zusammenfassung
Geplante Auswirkungen des BilMoG auf die genossenschaftliche Pflichtprüfung
WP/StB RA Dr. Eckhard Ott/Dr. Heino Weller, Berlin
Zusammenfassung
Kurzbeiträge
Von Schulze-Delitzsch bis zur EU-Abschlussprüferrichtlinie – Historische Entwicklung der Genossenschaftsrevision im Zeitraffer
WP/StB Wilhelm Frankenberger/Prof. Dr. Ludwig Hüttl, München
Zusammenfassung
Softwareeinsatz im Prüferberuf
Dr. Henning Gulden/Dr. Reinhard Gabler, Nürnberg
Zusammenfassung
ZfgG Aktuell
Kurzbericht: XIII. AGI-Nachwuchswissenschaftler-Tagung
Dipl.-Volksw. Andreas Militzer, Nürnberg
Manfred Neumann zum 75. Geburtstag
Prof. Dr. Wolfgang Harbrecht, Nürnberg
Buchbesprechung
Freidank, Carl-Christian/Peemöller, Volker H. (Hrsg.): Corporate Governance und Interne Revision – Handbuch für die Neuausrichtung des Internal Auditings
(Dr. Markus Algner, Nürnberg)
Beiträge in wenigen Sätzen
Den Förderauftrag prüfen – wie soll der Prüfer das machen?
Prof. Dr. iur. Volker Beuthien/Dr. Stephanie Hanrath, Marburg
Die Prüfung der Förderwirtschaftlichkeit mit Förderzweck-, Förderprogramm- und Fördererfolgsprüfung ist gesellschaftsrechtlich ein ebenso wesentlicher wie zwingender Teil der genossenschaftlichen Geschäftsführungsprüfung. Zudem empfiehlt sie sich auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht sowohl für die Prüfungsverbände selbst als auch für die zu prüfenden Genossenschaften. Der Aufsatz legt die Rechtsgrundlagen der Förderwirtschaftsprüfung dar und gibt Gestaltungshinweise für deren Durchführung.
Die Zukunft der genossenschaftlichen Pflichtprüfung
RA Dr. Burchard Bösche, Hamburg
Die Grundlagen der genossenschaftlichen Pflichtprüfung und damit der Pflichtmitgliedschaft in den Prüfungsverbänden bröckeln. Veränderungen im Genossenschaftsgesetz wie im gesellschaftsrechtlichen Umfeld entziehen der Sonderbehandlung insbesondere bei kleinen eGen die Legitimation. Die Genossenschaftsverbände müssen sich darauf einstellen, Prüfungsangebote zu entwickeln, die auch ohne gesetzlichen Zwang angenommen werden.
Die Staatsaufsicht über die genossenschaftlichen Prüfungsverbände – Relikt der Vergangenheit oder System mit Zukunft?
WP/StB Dipl.-Kffr. Ingeborg Esser/Prof. Dr. Jürgen Keßler, Berlin
Die Staatsaufsicht über die Prüfungsverbände sowie die Qualitätskontrolle erfüllen divergierende Zwecke. Ist es einerseits um die Qualität der Abschlussprüfung zu tun, so ist die Staatsaufsicht unverzichtbarer Bestandteil des Systems der genossenschaftlichen Pflichtprüfung. Diese Aufgabentrennung ist verfassungs- und europarechtlich geboten.
Genossenschaftsrechtliche Kunstgriffe für einen Eigenkapitalausweis nach IAS 32
RA Dr. Marcus Geschwandtner/WP/StB Dipl.-Kfm. Marko Müller, Bonn
Der Beitrag befasst sich mit der bilanziellen Einordnung genossenschaftlicher Geschäftsguthaben als Eigenkapital nach IAS 32. In einer IFRS-Bilanz scheitert ein Eigenkapitalausweis bislang. Damit diejenigen eGen, welche zusätzlich zum HGB nach den IAS/IFRS bilanzieren wollen, dennoch weiterhin ihre Geschäftsguthaben als Eigenkapital ausweisen können, sind 2006 im Zuge der Gesetzesnovellierung die §§ 8a, 73 Abs. 4 in das GenG eingefügt worden. Sie stehen im Spannungsfeld von internationaler Bilanzierung und genossenschaftsrechtlicher Sinnhaftigkeit. Dem geht der Beitrag im Einzelnen nach.
Aktuelle Entwicklungen und Besonderheiten der Prüfung von Kreditinstituten
WP/StB Erhard Gschrey/WP/StB Michael Gruber, München
Die Prüfung von Kreditinstituten ist wesentlich durch bankaufsichtsrechtliche Vorgaben geprägt. Darüber hinaus sind eine Reihe branchenspezifischer Besonderheiten im Rahmen der Rechnungslegung und Prüfung von Kreditinstituten zu beachten. Gerade im Bankaufsichtsrecht ist in den letzten Jahren eine hohe Änderungsdynamik festzustellen (u. a. § 18 KWG, Basel II, MaRisk). Der nachfolgende Artikel soll einen Überblick über die Besonderheiten der Prüfung von Kreditinstituten unter Einbeziehung der aktuellen bankaufsichtsrechtlichen Entwicklungen geben.
Die Reform der genossenschaftlichen Pflichtprüfung bei Kleinunternehmen
Prof. Dr. Jürgen Keßler/Prof. Dr. Manfred Kühnberger, Berlin
Die am 18. August 2006 in Kraft getretene Genossenschaftsreform hat kleine Genossenschaften von der bisher obligatorischen Prüfung des Jahresabschlusses befreit. Ziel des Gesetzgebers war es, zu einer deutlichen Kostenentlastung hinsichtlich der Prüfungskosten beizutragen. Der Erfolg der Reform erscheint fraglich, bestehen doch die Kreditgeber regelmäßig auf der Vorlage eines geprüften Jahresabschlusses. Wenn schon eine Revision angebracht ist – wofür wenig spricht –, so hätte es sich nach Ansicht der Autoren empfohlen, künftig auf die Geschäftsführungsprüfung zu verzichten.
Geplante Auswirkungen des BilMoG auf die genossenschaftliche Pflichtprüfung
WP/StB RA Dr. Eckhard Ott/Dr. Heino Weller, Berlin
Die im Referentenentwurf des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) vorgesehenen Reformen umfassen auch Neuerungen im Bereich der handelsrechtlichen Jahresabschlussprüfung. Damit gehen korrespondierende Änderungen im Bereich der genossenschaftlichen Pflichtprüfung einher, die Gegenstand dieses Beitrags sind.
Von Schulze-Delitzsch bis zur EU-Abschlussprüferrichtlinie – Historische Entwicklung der Genossenschaftsrevision im Zeitraffer
WP/StB Wilhelm Frankenberger/Prof. Dr. Ludwig Hüttl, München
Die Autoren schildern in gestraffter Form die Geschichte der genossenschaftlichen Verbandsprüfung von den ersten Überlegungen der Gründerväter Schulze-Delitzsch und Raiffeisen über die einschlägigen Regelungen im GenG von 1889 und Änderungen in den nachfolgenden GenG-Novellen bis hin zu den jüngsten Neuregelungen in der EU-Abschlussprüferrichtlinie, im HGB und in der GenGNovelle 2006.
Softwareeinsatz im Prüferberuf
Dr. Henning Gulden/Dr. Reinhard Gabler, Nürnberg
Der zunehmende Einsatz von Software hat den Prüferberuf maßgeblich verändert. Das Softwareangebot deckt inzwischen alle Prüfungsphasen von der Planung bis zu Berichterstattung ab. Dem Prüfer stehen damit individuell skalierbare Lösungen bis hin zum integrierten Komplettpaket zur Verfügung.