Quartal 2 2007
Band 57 (2007) - Heft 2
Schwerpunktheft zum Thema
“Marketing von und für Genossenschaften”
Was wir meinen
Schwerpunkthefte als Erfolgsmodell
Prof. Dr. Volker H. Peemöller, Nürnberg
Interview
Der ZdK – ein „Multi-stakeholder-Verband“
Prof. Dr. Günther Ringle im Gespräch mit Dr. Burchard Bösche,
Vorstand des Zentralverbandes deutscher Konsumgenossenschaften e. V. (ZdK)
Abhandlungen
Genossenschaftsmarketing
Prof. Dr. Robert Purtschert/Prof. Dr. Peter Schwarz, Fribourg
Zusammenfassung
Chancen eines zentralen Marketings für Genossenschaftsbanken
Dipl.-Kfm. Stephan Götzl, München
Zusammenfassung
Erfolgreiches Marketing im Retail-Banking
Dr. Laurenz Kohlleppel, Frankfurt
Zusammenfassung
Radsportsponsoring und Volksbanken
Dr. Rainer Borns/Mag. Christoph Schuh, Wien
Zusammenfassung
Die Bedeutung des Marketings in Handelskooperationen
Dipl.-Kfm. Peter Schäfer, Köln
Zusammenfassung
Kurzbeiträge
Die genossenschaftliche Rechtsform der Versicherung:
Der Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit am Beispiel der SDK
Dipl.-Math. Volker Altenähr, Fellbach
Das Erfolgskonzept der Bielefelder Baugenossenschaft Freie Scholle eG
Bernhard Koppmann, Bielefeld
Sonnige Aussichten – die BUSO Bund Solardach eG
Dirk Lukas, Berlin
Marketing im Verbund am Beispiel der INTERSPORT Deutschland eG
Harold J. Rubrech/Roland Scheuermeyer, Heilbronn
Ansätze zu marktorientierter Verwirklichung von Unternehmenszielen
bei einer zahnärztlichen Genossenschaft
Dr. Bruno Weber, München
Buchbesprechungen
Algner, Markus R.: Die Beteiligungsfinanzierung eingetragener Genossenschaften – Gestaltungsmöglichkeiten und Wege zu deren Stärkung
(Dr. Thomas Strieder, München)
Münkner, Hans-H. /Ringle, Günther (Hrsg.): Zukunftsperspektiven für Genossenschaften.
Bausteine für typgerechte Weiterentwicklung
(Dipl.-Vw. Eckart Henningsen, Hanau)
Cusa, Emanuele: Il socio finanziatore nelle cooperative
(Dr. Dott. Valerio Sangiovanni LL.M., Milano)
Beiträge in wenigen Sätzen
Genossenschaftsmarketing
Prof. Dr. Robert Purtschert/Prof. Dr. Peter Schwarz, Fribourg
Die Autoren versuchen, Grundzüge eines (bisher fehlenden) praxisorientierten Marketings für Genossenschaften aufzuzeigen, zunächst als allgemeine Konzeption und Vorgehensweise beim „Herunterbrechen“ von genossenschaftspolitischen Basisaussagen auf das konkrete Marketing-Management. Zum anderen sind diese Ansätze spezifisch nach den Typen „Selbsthilfe-Genossenschaften“ und „marktliche Großgenossenschaften“ differenziert abzuhandeln. Während für die ersteren nach wie vor die Mitgliederförderung im Zentrum steht, werden von Großgenossenschaften zunehmend Leistungen in Richtung Corporate Social Responsibility bzw. Corporate Citizenship als Marketing-Inhalte erwartet.
Chancen eines zentralen Marketings für Genossenschaftsbanken
Dipl.-Kfm. Stephan Götzl, München
Die bayerischen Volksbanken und Raiffeisenbanken sind einem zunehmend verschärften Wettbewerb ausgesetzt. Insbesondere neue Marktteilnehmer aus dem Ausland, Direktbanken und Nischenanbieter dringen in die Geschäftsfelder der Verbundsysteme ein. Der Genossenschaftsverband Bayern stärkt seine Mitglieder mit den Instrumenten des strategischen Marketings und der Vertriebsunterstützung. Der vorliegende Beitrag beschreibt das Agieren des Genossenschaftsverbandes Bayern.
Erfolgreiches Marketing im Retail-Banking
Dr. Laurenz Kohlleppel, Frankfurt
Das Geschäftsmodell der Sparda-Banken – die Fokussierung auf das standardisierte Privatkundengeschäft – ist mit der Wiederentdeckung des Retail-Bankings Gegenstand breiter Aufmerksamkeit geworden. Die Sparda-Banken verfügen über Erfahrung und Tradition mit diesem Geschäftsmodell, die im heutigen Wettbewerbsumfeld ihresgleichen sucht.
Welche Implikationen die aktuelle Wettbewerbssituation insbesondere für das Marketing der Sparda-Banken aufweist, wie sich die gruppenübergreifende Marketingarbeit gestaltet und sich in die regionale Geschäftspolitik der Sparda-Banken einfügt – dies sind Punkte, die im Verlauf dieses Beitrags thematisiert werden.
Radsportsponsoring und Volksbanken
Dr. Rainer Borns/Mag. Christoph Schuh, Wien
Die Österreichischen Volksbanken haben seit den 80er Jahren eine lange Tradition im Sportsponsoring, die sich einerseits in der Unterstützung einer Vielzahl regionaler Sportaktivitäten (Vereinssport, lokale Sportereignisse, Einzelsportler), andererseits als Sponsoringpartner von Abfahrtsolympiasieger 1976 und Rekordweltcupsieger in der Abfahrt Franz Klammer widerspiegelt. Seit dem Jahr 2005 wird das österreichische Profiradteam „Team Volksbank“ von der Volksbank Gruppe unterstützt. Im Rahmen einer Vielzahl von regionalen Sponsorships innerhalb des Volksbank Verbundes ist diese Maßnahme die Speerspitze überregionaler Aktivitäten. Im Folgenden werden Hintergründe und Zielrichtungen dieser Sponsorentscheidung dargestellt.
Die Bedeutung des Marketings in Handelskooperationen
Dipl.-Kfm. Peter Schäfer, Köln
Mit zunehmendem Markenbewusstsein bei den Endverbrauchern hat auch das Marketing in Verbundgruppen an Gewicht gewonnen. Der Entwurf von Markt- und Sortimentskonzepten hat sich daher zu einer der Kernfunktionen moderner Systemzentralen entwickelt. Die Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit des mittelständischen Einzelhandels gegenüber den filialisierten Großbetriebsformen des Einzelhandels ist in vielen Branchen nur noch durch die Mitgliedschaft in Kooperationen möglich, die für ihre Verbundgruppenmitglieder Dachmarken, Betriebstypen, Eigen- und Exklusivmarken sowie Sortimentskonzepte entwickeln und zur Verfügung stellen. Der Artikel beleuchtet die Elemente eines zeitgemäßen Verbundgruppenmarketings und die Erfolgsfaktoren vor dem Hintergrund jüngster Handelsentwicklungen.