Quartal 1 2007
Band 57 (2007) - Heft 1
Was wir meinen
Member Value – mehr als ein Modewort?
Prof. Dr. Günther Ringle, Hamburg
Abhandlungen
Die Europäische Genossenschaft als gesellschaftsrechtliche Herausforderung
– Was muss ein Genossenschaftsgesetz leisten? –
Prof. Dr. Volker Beuthien, Marburg
Zusammenfassung
Die Notwendigkeit statutarischer Kreditbeschränkungen in der eingetragenen Genossenschaft
Prof. Dr. Martin Schwab, Berlin
Zusammenfassung
Milieus von Genossenschaftsbanken
Dr. Sebastian Told, Innsbruck
Zusammenfassung
Der genossenschaftliche Förderauftrag in der Problemkreditbetreuung
RA Ludolf von Usslar, Saas Fee
Zusammenfassung
Der Einfluss von unternehmensübergreifenden Vernetzungsbeziehungen auf Balanced Scorecards von Primärgenossenschaften – Eine Interdependenzanalyse am Beispiel von Kreditgenossenschaften
Dipl.-Kfm./Dipl.-Betriebsw.(BA) Thomas Zieger, Hohenheim
Zusammenfassung
Buchbesprechung
Blisse, Holger: Stärkung der Kreditgenossenschaften durch verbundbezogenes Eigenkapital der Mitglieder
(Prof. Dr. Jan Körnert, Greifswald)
Beiträge in wenigen Sätzen
Die Europäische Genossenschaft als gesellschaftsrechtliche Herausforderung
– Was muss ein Genossenschaftsgesetz leisten? –
Prof. Dr. Volker Beuthien, Marburg
Der Beitrag befasst sich anhand der Europäischen Genossenschaft mit der Frage, welche besonderen Funktionsvoraussetzungen eine Genossenschaft benötigt und welche organisationsrechtlichen Vorkehrungen ein Genossenschaftsgesetz treffen muss, damit diese bestmöglich ihren besonderen nutzerbezogenen Förderzweck zu erreichen vermag. Erörtert wird ferner, inwieweit eine Genossenschaft besonderen Sozialwerten verpflichtet ist.
Die Notwendigkeit statutarischer Kreditbeschränkungen in der eingetragenen Genossenschaft
Prof. Dr. Martin Schwab, Berlin
Nach § 49 GenG hat die Generalversammlung einer eingetragenen Genossenschaft die Beschränkungen festzusetzen, welche bei der Gewährung von Kredit an den einzelnen Schuldner eingehalten werden sollen. Nach derzeit herrschender Meinung entscheidet die Generalversammlung hierüber durch einfachen Beschluss; Kreditbeschränkungen sollen insbesondere keiner Aufnahme in das Statut bedürfen. Der nachfolgende Beitrag unterzieht diese herrschende Meinung einer kritischen Prüfung und kommt zu dem Ergebnis, dass nur statutarische Kreditbeschränkungen den Vorstand binden können.
Milieus von Genossenschaftsbanken
Dr. Sebastian Told, Innsbruck
Man hat täglich mit etwas zu tun und nimmt trotzdem kaum davon Notiz, weil vieles, das mit Milieus zusammenhängt, unbewusst geschieht. Der Artikel setzt sich mit Zusammenschlüssen von Genossenschaftsbanken und der Beschreibung und Typisierung von Genossenschaftsbankenmilieus auseinander und zeigt auf, wie man die Milieutypisierungen nutzbar machen kann, um die Verwirklichung der Grundprinzipien und den Förderungsauftrag der Genossenschaften besser gestalten zu können.
Der genossenschaftliche Förderauftrag in der Problemkreditbetreuung
RA Ludolf von Usslar, Saas Fee
Genossenschaften sind zur aktiven Förderung jedes Mitglieds und zu deren Gleichbehandlung verpflichtet, woraus sich hinsichtlich der Betreuung und Abwicklung von an Mitglieder gewährten Problemkrediten weitgehende Rücksichtnahme- und Leistungspflichten ergeben. Im Gegensatz zu anderen Privatbanken müssen sich Genossenschaftsbanken gegenüber ihren Mitgliedern für die Dauer des Kreditverhältnisses auf die Minimierung der Kreditrisikokosten beschränken und auch danach die Interessen ihres Mitglieds wahren. Sie sind unter engen Voraussetzungen zur Sicherung der wirtschaftlichen Existenz des betroffenen Mitglieds durch Forderungsverzichte oder Stundungen verpflichtet.
Der Einfluss von unternehmensübergreifenden Vernetzungsbeziehungen auf Balanced Scorecards von Primärgenossenschaften – Eine Interdependenzanalyse am Beispiel von Kreditgenossenschaften
Dipl.-Kfm./Dipl.-Betriebsw.(BA) Thomas Zieger, Hohenheim
Die Balanced Scorecard in ihrer Grundform ist fokussiert auf isoliert agierende, gewinnmaximierende Unternehmen in einem durch Konkurrenz geprägten Umfeld. Dies entspricht jedoch nicht den realen Gegebenheiten bei Genossenschaften. Am Beispiel des genossenschaftlichen FinanzVerbunds wird gezeigt, dass die Balanced Scorecard erst dann zu einem nützlichen Führungs- und Berichtswerkzeug auch für Genossenschaften werden kann, wenn genossenschaftsspezifische Einflussgrößen auf die Wertschöpfung berücksichtigt werden.