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Quartal 1 2006

 

Band 56 (2006) - Heft 1

 

Was wir meinen

Modernisierung der Genossenschaft?
Prof. Dr. Volker H. Peemöller, Nürnberg

 

Abhandlungen

Wissenschaftsziele der Genossenschaftslehre – Ein Aufruf zum Dialog
Dr. Johannes Blome-Drees, Köln

Zusammenfassung

 

Zukunftssicherung gemeinnütziger Wohnbaugenossenschaften in Österreich
Jürgen Eckhardt, Wien

Zusammenfassung

 

Unabhängigkeit der genossenschaftlichen Prüfungsverbände
WP/StB Ingeborg Esser/RA/WP/StB Klaus-Peter Hillebrand/WP/StB Dr. Karl-Friedrich Walter, Berlin

Zusammenfassung

 

Großgenossenschaften: Vom Förderauftrag zur Corporate Citizenship?
Prof. Dr. Peter Schwarz, Fribourg

Zusammenfassung

 

ZfgG - Aktuell

“Elemente von Strategiekonzepten der Zukunftssicherung genossenschaftlicher Kooperation”
Kolloquium in Marburg

Dr. Holger Blisse/Dr. Markus Hanisch, Berlin

Werner Grosskopf zum 65. Geburtstag
Prof. Dr. Günther Ringle, Hamburg

Wilhelm Jäger, 75 Jahre alt!
Prof. Dr. Bernhard Großfeld, Münster

Werner Wilhelm Engelhardt zum 80. Geburtstag
Prof. Dr. Frank Schulz-Nieswandt, Köln

 

 

Beiträge in wenigen Sätzen

 

Wissenschaftsziele der Genossenschaftslehre – Ein Aufruf zum Dialog
Dr. Johannes Blome-Drees, Köln

Fragen nach den Zielen der Genossenschaftslehre als Wissenschaft sind von hoher Relevanz, da ihre Beantwortung nicht nur der allgemeinen Orientierung dient, sondern von der jeweiligen Antwort auch abhängt, welche Arten von Aussagen die Genossenschaftslehre anstreben soll. Vor diesem Hintergrund werden in den folgenden Ausführungen potenzielle Ziele der Genossenschaftslehre diskutiert, die zugleich als Kriterien zur Beurteilung der Basiswertentscheidungen anderer genossenschaftswissenschaftlicher Forschungen Verwendung finden können.

 

Zukunftssicherung gemeinnütziger Wohnbaugenossenschaften in Österreich
Jürgen Eckhardt, Wien

Zielsetzung der Arbeit war eine Ist-Analyse der betriebswirtschaftlichen (Führungs-)Strukturdimensionen von gemeinnützigen Wohnbaugenossenschaften in Österreich, um daraus gegenwärtige bzw. zukünftige kooperative Strukturtypen zu identifizieren. Ein wesentliches Ergebnis der Untersuchung war, dass aufgrund gegenwärtiger Rückzugstendenzen des Staates vom Wohnungsmarkt sich neue Kooperationsformen bei den gemeinnützigen Wohnbaugenossenschaften herausbilden, die nur mehr teilweise auf genossenschaftlichen Prinzipien basieren. Das Management von gemeinnützigen Wohnbaugenossenschaften agiert nicht mehr aufgrund genossenschaftlicher Vorgaben, sondern versucht über Beteiligungen bzw. durch Verbundbildung ihre Organisationsstruktur neu zu formieren. Aus den Ergebnissen sind folgende neue und innovative Strukturtypen gemeinnütziger Wohnbaugenossenschaften in Österreich erkennbar: das „Kleinwohnbaukooperativ“, die „Wohnbaugenossenschaft als Gesellschafter“ und der „gemeinnützige Verbund“. Sie garantieren, aus der Sicht der gemeinnützigen Wohnbaugenossenschaften, betriebswirtschaftliche Unternehmensgrößen angesichts sich anbahnender veränderter Rahmenbedingungen am österreichischen Wohnungsmarkt.

 

Unabhängigkeit der genossenschaftlichen Prüfungsverbände
WP/StB Ingeborg Esser/RA/WP/StB Klaus-Peter Hillebrand/WP/StB Dr. Karl-Friedrich Walter, Berlin

Prüfungsverbände unterscheiden sich von Wirtschaftsprüfungsgesellschaften durch abweichende Ziele, Aufgaben und Strukturen. Grund für diese Unterschiede sind die Sicherstellung des Förderzwecks der Genossenschaft sowie der Schutz deren Mitglieder. Hierauf basieren auch abweichende Regelungen bei den Anforderungen an die Unabhängigkeit der genossenschaftlichen Prüfungsverbände (Personenbezogenheit der Unabhängigkeitsbeurteilung, Nichtbeachtlichkeit der Verbandsratszugehörigkeit), die in der geplanten Neufassung des § 55 GenG berücksichtigt werden.

 

Großgenossenschaften: Vom Förderauftrag zur Corporate Citizenship?
Prof. Dr. Peter Schwarz, Fribourg

Von Konzepten wie Corporate Social Responsibility, Gemeinwohlorientierung, Bürgergesellschaft und neuestens Corporate Citizenship ist in letzter Zeit viel die Rede. Es soll versucht werden, diese Ansätze „auf den Begriff“ zu bringen und der Frage nachzugehen, ob und inwieweit Großgenossenschaften in diesen Bereichen bereits aktiv sind und ob ihre „Besonderheiten“ sie dazu „prädestinieren“, sich noch vermehrt in Richtung von „Good Corporate Citizenship“ weiterzuentwickeln.

 
 
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