Quartal 3 2005
Band 55 (2005) - Heft 3
Was wir meinen
Die europäische Herausforderung
Prof. Dr. Dr. h. c. Reiner Schulze, Münster
Abhandlungen
Prinzipal-Agenten-Probleme im deutschen Weinbau
Prof. Dr. Alexander Dilger, Münster
Zusammenfassung
Kreditgenossenschaften im Spannungsfeld von Wettbewerb und Regulierung
Prof. Dr. Ulrich Fehl/Dipl.-Volksw., Dipl.-Polit. Norbert Kuhn, Marburg
Zusammenfassung
Raiffeisen-Genossenschaften in einem sich wandelnden Agri-Food Business - noch eine Zukunft?
Dipl.-oec. Jon H. Hanf/Prof. Dr. Rainer Kühl, Gießen
Zusammenfassung
Die “kleine Genossenschaft” im italienischen Gesellschaftsrecht
Dr. Oscar Kiesswetter, Bozen
Zusammenfassung
ZfgG - Aktuell
Wie viel Prüfung braucht der Verein - wie viel Prüfung verträgt die Genossenschaft?
Dipl.-Kfm. Markus R. Algner, Nürnberg
Erweiterung des Direktoriums und Einleitung des Generationenübergangs am
Institut für Verbands- und Genossenschaftsmanagement (VMI)
Andrea Haid, Freiburg
“Nonprofit-Organisationen und Märkte” - 7. Internationales Colloquium der NPO-Forscher - Call for Papers
Prof. Dr. Bernd Helmig, Freiburg
Wolfgang Harbrecht zum 60. Geburtstag
Prof. Dr. Ulrich Fehl, Marburg
Hans-H. Münkner - 70 Jahre
Prof. Dr. Günther Ringle, Hamburg
“Prüfet alles und behaltet das Gute!” - Volker H. Peemöller: 65 Jahre
Prof. Dr. Bernhard Großfeld, Münster
Trauer um em. o. Univ.-Prof. Dr. h. c. mult. Dr. Wilhelm Weber (1916-2005)
Prof. Dr. Johann Brazda/PD Dr. Robert Schediwy, Wien
Beiträge in wenigen Sätzen
Prinzipal-Agenten-Probleme im deutschen Weinbau
Prof. Dr. Alexander Dilger, Münster
Aus einem einfachen Prinzipal-Agenten-Modell wird eine Reihe von Gründen abgeleitet, warum managergeleitete Weingüter eher bessere Qualität zu höheren Preisen in kleineren Mengen produzieren als eigentümergeführte, während Winzergenossenschaften umgekehrt zu größeren Mengen bei niedrigerer Qualität und geringeren Preisen tendieren. Diese Hypothesen werden mit einem aus dem Weinführer „Der Feinschmecker“ erstellten Datensatz empirisch überprüft und bestätigt.
Kreditgenossenschaften im Spannungsfeld von Wettbewerb und Regulierung
Prof. Dr. Ulrich Fehl/Dipl.-Volksw., Dipl.-Polit. Norbert Kuhn, Marburg
In diesem Beitrag wird die These vertreten, dass die derzeitige Rentabilitätsschwäche der deutschen Banken auf institutionelle Faktoren des bankenorientierten Finanzsystems zurückzuführen ist. Vor diesem Hintergrund werden die Wettbewerbsvorteile der Genossenschaftsbanken analysiert und die Verbundstrategie „Bündelung der Kräfte“ kritisch beleuchtet. Abschließend wird der Frage nachgegangen, ob die Konkurrenzfähigkeit der Genossenschaftsbanken von aufsichtsrechtlicher Seite eingeschränkt wird (Stichwort „Basel II“).
Raiffeisen-Genossenschaften in einem sich wandelnden Agri-Food Business - noch eine Zukunft?
Dipl.-oec. Jon H. Hanf/Prof. Dr. Rainer Kühl, Gießen
In diesem Artikel wollen wir untersuchen, welche tatsächliche Rolle die Raiffeisen-Genossenschaften im deutschen Agri-Food Business spielen und zukünftig spielen werden. Hierzu ist es erforderlich, dass in einem ersten Schritt die Agrar- und Ernährungswirtschaft charakterisiert und die derzeitige Bedeutung der Raiffeisen-Genossenschaften herausgearbeitet wird. In einem zweiten Schritt werden die Veränderungen des Sektors aufgezeigt. Hierauf aufbauend werden wir die zukünftige Rolle von Genossenschaften in der Branche diskutieren.
Die “kleine Genossenschaft” im italienischen Gesellschaftsrecht
Dr. Oscar Kiesswetter, Bozen
Seit 1995 besteht in Italien die Möglichkeit, mit nur drei Mitgliedern sog. „Kleingenossenschaften“ zu gründen, die stark vereinfachte Organe und verkürzte Entscheidungswege aufweisen. Der Autor analysiert die wichtigsten rechtlichen Unterschiede gegenüber den traditionellen Genossenschaften und zeigt die Wirtschaftsbereiche auf, in denen sich die neue Rechtsform am besten bewährt hat. Die umfassende Reform des italienischen Gesellschaftsrechts aus dem Jahre 2004 hat den kleinen Genossenschaften die endgültige Anerkennung als vereinfachte, GmbH-nahe Gesellschaftsform gebracht.