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Quartal 1 2005

 

Band 55 (2005) - Heft 1

 

Was wir meinen

Verlängerung der Arbeitszeit - das Gebot der Stunde
Prof. Dr. Ulrich Fehl, Marburg

 

Abhandlungen

Unternehmenskultur von Genossenschaftsbanken
Dr. Johannes Blome-Drees/Dr. Ingrid Schmale, Köln

Rechtsprobleme bei der Verschmelzung eingetragener Genossenschaften mit Aktiengesellschaften
Dr. Jens Buchta/Dr. Marc Sasse, Düsseldorf

Perspektiven für Kooperation in der Marktwirtschaft
Dr. Fritz Otto Freitag, Müllheim/Baden

Regelungen zur Unabhängigkeit der genossenschaftlichen Prüfungsverbände nach dem Bilanzrechtsreformgesetz
Dipl.-Volksw./Dipl.-Betriebsw. Ulf Jessen, Berlin

Die Aufnahme ausländischer Genossenschaften als Mitglieder eines genossenschaftlichen Prüfungsverbandes
RRef. Stephan Schulz, Hamburg

Veränderungsprozesse im Firmenkundengeschäft der Kreditgenossenschaften - Brennpunkt Ostdeutschland
Prof. Dr. Jürgen Singer/Dr. Carten Krauß,Leipzig/Bad Neuenahr

 

ZfgG - Aktuell

Euroforum-Seminar “Genossenschaften - Aktuelle Herausforderungen und Zukunftspotenziale”
Dipl.-Kfm. Markus R. Algner, Nürnberg

Neue Genossenschaften braucht das Land - 11. Delitzscher Gespräch
Dipl.-Hdl. Anja Fritsch, Nürnberg

Trauer um Erich H. Diederichs
Dr. Marc-Wilhelm Kohfink, Berlin

 

Buchbesprechungen

Brazda: Wiener Studien des Forschungsvereins für Genossenschaftswesen
(Dr. Urs Bumbacher)

Hartmann: Konsumgenossenschaften in Japan - Alternative oder Spiegelbild der Gesellschaft?
(Prof. Dr. Heiko Steffens)

Klein: Das Sparkassenwesen in Deutschland und Frankreich - Entwicklung, aktuelle Rechtsstrukturen und Möglichkeiten einer Annäherung
(Holger Blisse)

Münkner/Jeon/Kang: Annotiertes Genossenschaftsglossar (deutsch-englisch-koreanisch)
(Prof. Dr. Hans-H. Münkner)

 

 

Beiträge in wenigen Sätzen

 

Unternehmenskultur von Genossenschaftsbanken
Dr. Johannes Blome-Drees/Dr. Ingrid Schmale, Köln

Der Beitrag enthält wichtige Ergebnisse einer am Kölner Seminar für Genossenschaftswesen durchgeführten theoretischen und empirischen Studie, in der unternehmenskulturelle Einschätzungen der Vorstände und Mitarbeiter von 18 Genossenschaftsbanken erfasst und miteinander verglichen wurden.

 

Rechtsprobleme bei der Verschmelzung eingetragener Genossenschaften mit Aktiengesellschaften
Dr. Jens Buchta/Dr. Marc Sasse, Düsseldorf

Die Verschmelzung einer eingetragenen Genossenschaft mit einer Aktiengesellschaft wird in der Literatur kaum behandelt. Dies ist angesichts der Zunahme von Mischverschmelzungen aufgrund des anhaltenden Konzentrationsprozesses im Genossenschaftssektor, insbesondere im Bereich der Kreditgenossenschaften, erstaunlich. Gesellschaften und ihre Berater stoßen bei Verschmelzungen von Genossenschaften mit Aktiengesellschaften auf eine Reihe von Rechtsproblemen, die sich vor allem aufgrund der strukturellen Unterschiede der beiden Rechtsformen ergeben. Dieser Beitrag stellt die Rechtsprobleme dar und bietet Lösungsmöglichkeiten an.

 

Perspektiven für Kooperation in der Marktwirtschaft
Dr. Fritz Otto Freitag, Müllheim/Baden

Internationalisierung und Globalisierung der Wirtschaft stellen der genossenschaftlichen Kooperation neue Bedingungen und Möglichkeiten, die auf traditionellen Grundlagen in einzelnen modernen Kooperativen Organisationen anschaulich werden. Innerhalb der Marktwirtschaft den genossenschaftlichen Sektor neu zu formieren und zu stärken, kann nicht nur den Wettbewerb unter sozial-ökologischen Gesichtspunkten fördern, sondern zugleich zur Kultivierung der gelegentlich mechanisch ausufernden Marktwirtschaft beitragen.

 

Regelungen zur Unabhängigkeit der genossenschaftlichen Prüfungsverbände nach dem Bilanzrechtsreformgesetz
Dipl.-Volksw./Dipl.-Betriebsw. Ulf Jessen, Berlin

In Deutschland hat der Gesetzgeber zahlreiche Vorhaben in Gang gesetzt, um das Vertrauen in die Rechnungslegung und Prüfung wieder zu stärken. Die von der Bundesregierung im Mai 2003 angekündigten Maßnahmen zur Sicherung der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers fanden auch Eingang in das Bilanzrechtsreformgesetz (BilReG), das Ende Oktober 2004 verabschiedet wurde. Von den darin getroffenen Neuregelungen sind auch die genossenschaftlichen Prüfungsverbände betroffen.

 

Die Aufnahme ausländischer Genossenschaften als Mitglieder eines genossenschaftlichen Prüfungsverbandes
RRef. Stephan Schulz, Hamburg 

Der Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, ob ausländische Genossenschaften Mitglieder von deutschen Genossenschaftsverbänden werden können. Besonders problematisch ist an dieser Frage, dass § 63 b Abs. 2 GenG den Kreis der zulässigen Mitglieder eines genossenschaftlichen Prüfungsverbandes eng begrenzt, wodurch eine ausländische Genossenschaft einem Prüfungsverband praktisch nicht beitreten darf. Dieser faktische Ausschluss stellt für eine beitrittswillige Genossenschaft aus einem Mitgliedstaat der EU jedoch eine rechtswidrige Beschränkung der Dienstleistungsfreiheit gem. Art. 49, 50 EGV dar.

 

Veränderungsprozesse im Firmenkundengeschäft der Kreditgenossenschaften - Brennpunkt Ostdeutschland
Prof. Dr. Jürgen Singer/Dr. Carten Krauß,Leipzig/Bad Neuenahr

Wie viele anderen Bankengruppen stehen auch die Kreditgenossenschaften unter großem Veränderungsdruck. Deren klassisches Kerngeschäftsfeld ist das Firmenkundengeschäft, das derzeit jedoch kritisch als „Wertvernichter“ diskutiert wird. Am Beispiel der Neuen Bundesländer, die sich mit besonders gravierenden wirtschaftlichen und strukturellen Problemen auseinandersetzen müssen, wird gezeigt, welche künftigen Wettbewerbschancen sich den Kreditgenossenschaften bieten. Die Verfasser zeigen auf Basis einer umfassenden, empirisch-gestützten Analyse konkrete Lösungen für die Zukunft auf.

 
 
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