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Quartal 3 2004


Band 54 (2004) - Heft 3

 

Was wir meinen

Die eG im Wettbewerb der Rechtsformen
Prof. Dr. Volker H. Peemöller, Nürnberg

 

Abhandlungen

Unternehmensleitbilder in Kreditgenossenschaften
Dr. Johannes Blome-Drees/Dipl.-Kfm. Thomas Lemke, Köln

Zusammenfassung

 

Fusionen zwischen Genossenschaftsbanken und Sparkassen - Utopie oder sinnvolle Strategie?
Johannes Hofmann/Stefan Wittmann, Erlangen

Zusammenfassung

 

Führung und Effizienz kleiner Wohnungsgenossenschaften - Die Zentralrendantur als Weg zur optimalen Gestaltung subsidiärer Führungsstrukturen
Dr. Wilhelm Jäger, Münster

Zusammenfassung

 

Ist die Kooperationsform “Genossenschaft” noch wettbewerbsfähig?
Prof. Dr. Günther Ringle, Hamburg

Zusammenfassung

 

Zur Reform der Einlagensicherung von Genossenschaftsbanken
Dr. Stephan Schöning/Dipl.-Kfm. Bernd Nolte, Lüneburg

Zusammenfassung

 

Berechtigung zum Abschluss eines Aufhebungsvertrags mit einem Vorstandsmitglied einer Genossenschaft
RA Wolfram Sitzenfrei, Stuttgart

Zusammenfassung

 

Genossenschaftliche Mitgliederförderung im Kontext der verdeckten Gewinnausschüttung
RA Alexander Storg, Berlin

 Zusammenfassung

 

ZfgG - Aktuell

Konsumgenossenschaften und ihre Verbandsmitgliedschaften: Ein sichtbarer Wandel
Dipl.-Soz. Wilhelm Kaltenborn, Berlin

Volker Beuthien zum 70. Geburtstag
Prof. Dr. Günter Christian Schwarz, Würzburg

 

Buchbesprechungen

Blome-Drees/Lemke: Unternehmensleitbilder in Kreditgenossenschaften.
Eine empirische Untersuchung zur Konzeption, Einführung und Wirkungsweise von Unternehmensleitbildern in Kreditgenossenschaften

(Prof. Dr. Günther Ringle)

Laudi: Fusionen von Genossenschaftsbanken - Zielerreichung von Unternehmensverschmelzungen und deren Alternativen
(Christian Timmreck)

Renner/Strieder: Genossenschaften im Umbruch
(Oliver Ammedick)

 

 

Beiträge in wenigen Sätzen

 

Unternehmensleitbilder in Kreditgenossenschaften
Dr. Johannes Blome-Drees/Dipl.-Kfm. Thomas Lemke, Köln

Der Beitrag enthält wichtige Ergebnisse einer im Jahr 2001 am Kölner Seminar für Genossenschaftswesen durchgeführten theoretischen und empirischen Untersuchung zur Konzeption, Einführung und Wirkungsweise von Unternehmensleitbildern in Kreditgenossenschaften.

 

Fusionen zwischen Genossenschaftsbanken und Sparkassen - Utopie oder sinnvolle Strategie?
Johannes Hofmann/Stefan Wittmann, Erlangen 

Anhand des im Jahr 1998 geschaffenen Präzedenzfalles im oberfränkischen Marktredwitz (bei der die Fusion der örtlichen Genossenschaftsbank und der Sparkasse zwar vorbereitet, jedoch aus verschiedenen Gründen nicht zum Tragen kam), untersuchten die Autoren, welchen Mehrwert ein institutsübergreifender Zusammenschluss von Kreditgenossenschaften und Sparkassen bietet. Dies vor dem Hintergrund, dass sich beide Institutsgruppen mit den selben Produkten im gleichen Markt um die gleichen Kunden bemühen. Im nachfolgenden Artikel werden die Erkenntnisse und Erfahrungen der damals beteiligten Vorstände, Aufsichtsgremien und Beratungsgesellschaften sowie die wirtschaftliche Entwicklung der Institute einbezogen. Zudem werden neben wirtschaftlichen Aspekten insbesondere auch Auswirkungen auf Kunden und Mitarbeiter diskutiert. Abschließend wird untersucht, welche rechtlichen Voraussetzungen zu schaffen sind.

 

Führung und Effizienz kleiner Wohnungsgenossenschaften - Die Zentralrendantur als Weg zur optimalen Gestaltung subsidiärer Führungsstrukturen
Dr. Wilhelm Jäger, Münster

Es wäre falsch, die Zukunftsfähigkeit kleiner Wohnungsgenossenschaften nur als Problem der Betriebsgröße zu begreifen und lediglich unternehmenspolitische Aspekte in Betracht zu ziehen. Die Effizienz von Wohnungsgenossenschaften hängt weit mehr davon ab, ob es dauerhaft gelingt, subsidiäre Beziehungssysteme zu stärken, die zur Identifikation der Mitglieder mit ihrer Genossenschaft beitragen. Die entscheidende Kraft der Genossenschaft als einer privatwirtschaftlichen Form solidarischer Selbsthilfe ist die Pflege nicht nur einer spezifischen Unternehmens-, sondern ebenso auch einer glaubwürdigen Vereinskultur.

 

Ist die Kooperationsform “Genossenschaft” noch wettbewerbsfähig?
Prof. Dr. Günther Ringle, Hamburg

In der Praxis angewandte neuere Kooperationskonzepte legen es nahe, die Attraktivität der traditionellen förderwirtschaftlichen Zusammenarbeit zu diskutieren. Diesbezügliche Erörterungen betreffen die Frage, ob das genossenschaftliche Rechts- und Organisationskonzept noch zeitgemäß einsetzbar ist und mit modernen Formen zwischenbetrieblicher Kooperation zu konkurrieren vermag. Haben wir es mit einem “ausgedienten Modell” gemeinsamer wirtschaftlicher Betätigung zu tun? Oder gibt es plausible Anzeichen dafür, dass die Genossenschaft zukunftsfähig ist? Der Beitrag soll darauf Antworten geben.

 

Zur Reform der Einlagensicherung von Genossenschaftsbanken
Dr. Stephan Schöning/Dipl.-Kfm. Bernd Nolte, Lüneburg

Das genossenschaftliche Prinzip der Solidarität äußert sich im Genossenschaftsbankensektor unter anderem in dessen Einlagensicherungssystem und dem darin verankerten Prinzip des Institutsschutzes. Gerät eine Genossenschaftsbank in wirtschaftliche Schwierigkeiten, so werden Bankeinlagen durch die Unterstützung der betroffenen Bank gesichert. Dieses Prinzip stößt allerdings dann an seine Grenzen, wenn Mitglieder der Einlagensicherungseinrichtung im Vertrauen auf die Absicherung gehäuft übermäßige Risiken eingehen. Eine Maßnahme zur Gegensteuerung kann in der Einführung risikoangepasster Beiträge für das Sicherungssystem bestehen, wie sie in dem im Beitrag analysierten Reformvorhaben des BVR vorgesehen sind.

 

Berechtigung zum Abschluss eines Aufhebungsvertrags mit einem Vorstandsmitglied einer Genossenschaft
RA Wolfram Sitzenfrei, Stuttgart

Das OLG Jena hatte darüber zu entscheiden, ob der Aufsichtsrat einer Genossenschaftsbank zum Abschluss eines Aufhebungsvertrags mit einem Vorstandsmitglied berechtigt ist, wenn möglicherweise Gründe für eine fristlose Kündigung vorliegen. Diese Frage ist bislang noch nicht höchstrichterlich geklärt. Das OLG Jena hat sich für eine Zuständigkeit des Aufsichtsrats und gegen die der Generalversammlung entschieden. Es bleibt abzuwarten, ob der BGH, der tendenziell zu einer Stärkung der Position der Mitglieder-/Generalversammlung neigt, im Revisionsverfahren diese Entscheidung billigt. Der Autor kommentiert die Entscheidung des OLG Jena und kritisiert das nur im Ergebnis, nicht aber in der Begründung überzeugende Urteil.

 

Genossenschaftliche Mitgliederförderung im Kontext der verdeckten Gewinnausschüttung
RA Alexander Storg, Berlin

Zur Stärkung der Position der Volksbanken und Raiffeisenbanken im Wettbewerb werten zahlreiche Kreditgenossenschaften die Mitgliedschaft durch gezielte Fördermaßnahmen auf. Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) hat ein Mitglieder-Mehrwert-Programm zur intensiven Betreuung und Förderung der Mitglieder von Genossenschaftsbanken entwickelt. Mit der Zielsetzung einer verstärkten Mitgliederbindung sollen den Kunden aufgrund ihrer Mitgliedschaft unter anderem sichtbare ökonomische Vorteile geboten werden. Dies geschieht durch die Gewährung von Spezialkonditionen seitens der Ortsbank, beispielsweise verbilligte Kontoführung. Außerdem werden den Genossenschaftsmitgliedern aus Geschäftsverbindungen ihrer Bank mit Dritten Vorteile zu vermittelt. Vergünstigte Eintrittspreise für den Besuch eines Kinos oder Museums, die ermäßigte Nutzung eines Freizeitparks oder Rabatte von örtlichen Firmen werden eingeräumt. Hierbei werden die den beteiligten Dritten entstehenden Einnahmeneinbußen nicht durch die Genossenschaftsbank ausgeglichen. Die Partnerunternehmen bieten den Genossenschaftsmitgliedern vielmehr aus Gründen der Eigenwerbung echte Nachlässe. Die Partnerunternehmen sind meist, jedoch nicht zwingend, Mitglieder der Kreditgenossenschaft.

 
 
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