Quartal 2 2004
Band 54 (2004) - Heft 2
Was wir meinen
Rechtserweiterung
Prof. Dr. Bernhard Großfeld, Münster
Abhandlungen
Wichtige Tendenzen in der Unternehmensfinanzierung
Professor Dr. Manfred Steiner/Dipl.-Kfm. Wolfgang Mader/Dipl.-Kfm. Nikolaus Starbatty, Augsburg
Zusammenfassung
Eigenkapitalaufbringungsinstrumente bei Genossenschaften
Professor DDr. Hand Hofinger/DDr. Rainer van Husen, Wien
Zusammenfassung
Moderne Finanzierungsalternativen für Genossenschaften: Asset-Backed Securities
WP/StB Dr. Carl Friedrich Leuschner/Dipl.-Kfm. Henry Briesemeister, Berlin
Zusammenfassung
Bedeutung und Perspektiven der Spareinrichtung bei der Finanzierung von Wohnungsgenossenschaften
Dipl.-Psych. Thomas Schaefers, Berlin
Zusammenfassung
Moody’s Ratings für deutsche Genossenschaftsbanken
Dipl.-Kfm. Michael Dawson-Kropf, Frankfurt
Zusammenfassung
Das DATEV-Rating-System: Grundlagen und Einsatzmöglichkeiten im Bereich des Ratings von Genossenschaften
Dr. Harald Krehl, Nürnberg
Zusammenfassung
ZfgG - Forum
Finanzierung der ZfgG
Frank Brückner (Wiesbadener Volksbank eG), Petra Böhme und Holger Kowalski (Altonaer Spar- und Bauverein eG) sowie Thomas Strieder (Sanacorp AG) nehmen Stellung zu aktuellen Fragen der Finanzierung eingetragener Genossenschaften
Einführung einer kapitalorientierten, unkündbaren Mitgliedschaft
Dr. Günther Schulte, Berlin
ZfgG - Aktuell
Workshop über Kooperation, Fusion und Wettbewerb: Strategien im genossenschaftlichen Bankwesen
Prof. Dr. Reinhart Schmidt, Halle
Eberhard Dülfer - 80 Jahre jung
Prof. Dr. Dr. h. c. Ernst-Bernd Blümle, Fribourg
In memoriam Horst Seuster
Prof. Dr. Rainer Kühl, Gießen
Buchbesprechungen
Braun/Schüller: Rating-Leitfaden für den Mittelstand
(Dipl.-Kfm. Algner)
Flieger: Sozialgenossenschaften
(Dr. Schmale)
Kühnberger/Schmidt: Die Rechnungslegung der Genossenschaften
(Dipl.-Kfm. Weller)
Beiträge in wenigen Sätzen
Wichtige Tendenzen in der Unternehmensfinanzierung
Professor Dr. Manfred Steiner/Dipl.-Kfm. Wolfgang Mader/Dipl.-Kfm. Nikolaus Starbatty, Augsburg
Die Unternehmensfinanzierung in Deutschland befindet sich in einem grundlegenden Wandel. Seit Ende der 1990er Jahre verhalten sich die Banken zunehmend restriktiv in der Kreditvergabe, wovon insbsondere mittelständische Betriebe betroffen sind. Die Unternehmen sind daher gezwungen, verstärkt auf alternative Finanzierungsformen zurückzugreifen. So hat die Refinanzierung über den Kapitalmarkt an Bedeutung gewonnen. Neben den klassischen Industrieanleihen und Schuldscheindarlehen gewinnen Asset-Backed Securities zunehmend an Gewicht. Aber auch Mezzanine-Finanzierungsformen nehmen mittlerweile eine wichtige Stellung ein. Gerade für die eigenkapitalschwachen deutschen Unternehmen bietet sich hier die Möglichkeit, ihre Kapitalstruktur positiv zu beeinflussen.
Eigenkapitalaufbringungsinstrumente bei Genossenschaften
Professor DDr. Hand Hofinger/DDr. Rainer van Husen, Wien
Genossenschaften müssen wie nicht börsennotierte Aktiengesellschaften und Unternehmen sonstiger Gesellschaftsform zur Eigenkapitalaufbringung andere Wege als jenen der Finanzierung primär über den allgemeinen Kapitalmarkt der Börse beschreiten. Das liberale österreichische Genossenschaftsrecht aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts steht hier unterschiedlichen Finanzierungsmodellen offen gegenüber und gestattet auch einen flexiblen Beteiligungsmix.
Moderne Finanzierungsalternativen für Genossenschaften: Asset-Backed Securities
WP/StB Dr. Carl Friedrich Leuschner/Dipl.-Kfm. Henry Briesemeister, Berlin
In diesem Beitrag werden der grundsätzliche Aufbau und die Funktionsweise von Asset-Backed Securities (ABS) sowie die Beweggründe der verbriefenden Unternehmen für derartige Transaktionen dargelegt. Darüber hinaus werden Anwendungsmöglichkeiten der Forderungsverbriefung im Bereich der Genossenschaften anhand von Beispielen erläutert.
Bedeutung und Perspektiven der Spareinrichtung bei der Finanzierung von Wohnungsgenossenschaften
Dipl.-Psych. Thomas Schaefers, Berlin
40 Wohnungsgenossenschaften betreiben - teilweise bereits seit 1885 - eine Spareinrichtung, um Spargelder der Mitglieder als zusätzliches Finanzierungsinstrument für wohnungswirtschaftliche Investitionen zu nutzen. Sie unterliegen dem KWG und der Aufsicht durch das BaFin. Die 40 aktiven Spareinrichtungen verwalten einen Gesamteinlagenbestand von rund 1,2 Milliarden EUR, der in den letzten Jahren weiter gestiegen ist. Die Spareinrichtungen sind für die Wohnungsgenossenschaften auch ein geeignetes Mittel für eine höhere Mitgliederbindung und Mitgliederförderung.
Moody’s Ratings für deutsche Genossenschaftsbanken
Dipl.-Kfm. Michael Dawson-Kropf, Frankfurt
Moody’s ratet in Deutschland die genossenschaftlichen Zentralbanken, DZ Bank und WGZ, und zwei “spezialisierte” Banken im genossenschaftlichen Bankensektor, die Münchener Hypothekenbank und die Deutsche Apotheker- und Ärztebank. Wir berücksichtigen in unserer Analyse die Besonderheiten der genossenschaftlichen Banken im Unterschied zu privaten oder öffentlich-rechtlichen Banken. Einige dieser Besonderheiten haben eine Bedeutung für das Rating dieser Banken, andere weniger. Dieser Aufsatz soll Moody’s Ratingansatz für deutsche Genossenschaftsbanken darstellen.
Das DATEV-Rating-System: Grundlagen und Einsatzmöglichkeiten im Bereich des Ratings von Genossenschaften
Dr. Harald Krehl, Nürnberg
Das DATEV-Rating-System wurde im Februar 2004 von der DATEV eG für seine Mitglieder zur Nutzung freigegeben. Welche Bestandteile umfasst dieses System und welche Besonderheiten sind beim Einsatz des Ratings von Genossenschaften zu beachten?