Quartal 1 2004
Band 54 (2004) - Heft 1
Was wir meinen
Die Eid-Genossenschaft
Prof. Dr. Robert Purtschert, Fribourg
Abhandlungen
Zukunftsperspektiven der deutschen Konsumgenossenschaften
RA Dr. Burchard Bösche, Hamburg
Zusammenfassung
Ein Wertkettenmodell für landwirtschaftliche Genossenschaften
Dipl.-Volksw. Holger Brunn/Dipl.-Volksw. Florian Deising, Münster
Zusammenfassung
Die genossenschaftliche Förderleistung - Zur Notwendigkeit von Förderplan und Förderbilanz
Prof. Dr. Manfred Kühnberger, Berlin
Zusammenfassung
Die Haftung von Vorständen und Aufsichtsräten der Genossenschaftsbanken
Dr. Bernd Linnebacher/RA Wolfram Sitzenfrei, Stuttgart
Zusammenfassung
Abschreibungen im Rahmen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bei der Genossenschaft
Dr. Thomas Strieder, München
Zusammenfassung
ZfgG - Interview
Die Coop-Gruppe in der Schweiz
Robert Purtschert im Gespräch mit Hansueli Loosli
ZfgG - Aktuell
Bernhard Großfeld zum 70. Geburtstag
Prof. Dr. Volker Beuthien, Marburg
Ulrich Fehl zum 65. Geburtstag
Prof. Dr. Wolfgang Kerber/Prof. Dr. Michael Kirk, Marburg
Buchbesprechungen
Dietrich: Die Restzuständigkeit der Mitglieder bei Genossenschaften
mit Vertreterversammlung
(Prof. Dr. Beuthien)
GdW (Hrsg.): Erläuterungen zur Rechnungslegung der Wohnungsunternehmen
(Prof. Dr. Hüttche)
Geschwandtner/Wieg: General- und Vertreterversammlung per Internet
(Dr. Bauer)
Hanisch (Hrsg.): Genossenschaftsmodelle - zwischen Auftrag und Anpassung. FS Steding
(Prof. Dr. Ringle)
Peemöller: Bilanzanalyse und Bilanzpolitik
(Prof. Dr. Graumann)
Schefczyk: Erfolgsstrategien deutscher Venture Capital-Gesellschaften
(Dipl.-Kfm. Weller)
Beiträge in wenigen Sätzen
Wichtige Tendenzen in der Unternehmensfinanzierung
RA Dr. Burchard Bösche, Hamburg
Der Beitrag befasst sich aus Anlass des hundertjährigen Jubiläums des Zentralverbandes deutscher Konsumgenossenschaften e. V. mit der Frage nach der Situation der Konsumgenossenschaften in Deutschland.
Ein Wertkettenmodell für landwirtschaftliche Genossenschaften
Dipl.-Volksw. Holger Brunn/Dipl.-Volksw. Florian Deising, Münster
Landwirtschaftliche Genossenschaften können sich der Umstrukturierung zu Wertketten aufgrund gewachsener Abhängigkeiten in einem veränderten Marktumfeld nicht entziehen. Die Spezifika der Organisationsform Genossenschaft erfordern jedoch Anpassungen. Die Einführung einer Wertkette wird durch die Kopplung von Genussscheinen als Finanzierungsinstrument und einer Lieferpflicht ermöglicht. In Konsequenz wird sowohl die Eigenkapitalbasis gestärkt als auch heterogene Mitgliederinteressen berücksichtigt.
Die genossenschaftliche Förderleistung - Zur Notwendigkeit von Förderplan und Förderbilanz
Prof. Dr. Manfred Kühnberger, Berlin
Ausgehend von rechtsformbezogenen Krisensymptomen geht der Beitrag der Frage nach, ob Förderplan und Förderbericht geeignet sein können, spezifische Stärken der Organisations- und Leitungsstruktur von Genossenschaften zu akzentuieren. Hierbei kommt den aktuellen Entwicklungen im Rechnungslegungsrecht entscheidende Bedeutung zu. Erhebliche Umsetzungsprobleme sind aber zu erwarten.
Die Haftung von Vorständen und Aufsichtsräten der Genossenschaftsbanken
Dr. Bernd Linnebacher/RA Wolfram Sitzenfrei, Stuttgart
Vorstände und Aufsichtsräte von Genossenschaften sehen sich aus rechtlichen und tatsächlichen Gründen einer wachsenden Gefahr ausgesetzt, in Haftung genommen zu werden. Anhand zahlreicher Beispiele werden Haftungsfälle für Vorstand und Aufsichtstat einer Genossenschaftsbank im Innen- und Außenverhältnis erörtert.
Abschreibungen im Rahmen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bei der Genossenschaft
Dr. Thomas Strieder, München
Genossenschaften besitzen als einzige einzelne Rechtsform mit den §§ 336–339 HGB einen eigenen Abschnitt im dritten Buch des HGB. Durch Verweise sind weitgehend die Vorschriften für Kapitalgesellschaften auch für eingetragene Genossenschaften anzuwenden. Aber das Gesetz hält auch einige rechtsformspezifische Bilanzierungs- und Offenlegungserleichterungen bereit. Im Schrifttum besonders umstritten sind in diesem Zusammenhang Abschreibungen im Rahmen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung. Im Folgenden soll der Frage nachgegangen werden, ob diese Abschreibungen für Genossenschaften ein sinnvolles Instrument der Rechnungslegung bei Genossenschaften darstellen. Hierzu bietet sich auch ein Vergleich mit klassischen Personengesellschaften an, da hier auch solche Abschreibungen zulässig sind.