Quartal 3 2003
Band 53 (2003) - Heft 3
Was wir meinen
Brauchen Genossenschaften “Investorenmitglieder”?
Prof. Dr. Günther Ringle, Hamburg
Abhandlungen
Auswirkungen des Internationalisierungsprozesses auf genossenschaftliche
Pflichtprüfung und Prüfungsverbände
Prof. Dr. Mathias Graumann, Remagen
Zusammenfassung
Die Zukunft der Rechtsform “Genossenschaft”:
Lokale Rechtsform und globale Wirklichkeit
Prof. Dr. Bernhard Großfeld, Münster
Zusammenfassung
WohnungsGenossenschaft und WohnungsSolidarität
Dipl.-Ing. Barbara König, Berlin
Zusammenfassung
Ländliche Genossenschaften Polens in der Transformationsperiode 1989-2001
Prof. Dr. habil. Tadeusz Kowalak, Warschau
Zusammenfassung
Zwischen Mitarbeiterdemokratie und Markt -
Die Industriekooperative Mondragón
Dr. Rudolf Stumberger, München
Zusammenfassung
ZfgG - Aktuell
Genossenschaftliche Tagungen:
Ankündigung: Internationale Genossenschaftswissenschaftliche Tagung 2004 in Münster
Bericht: Bündelung der Kräfte - Vision oder Illusion
Prof. Dr. Theresia Theurl, Münster
Buchbesprechungen
Lange/Wall (Hrsg.): Risikomanagement nach dem KonTraG
(Dipl.-Kfm. Michael Kirchner)
Schwabe/Schediwy: Die Umgründung der französischen Sparkassen in
genossenschaftlicher Rechtsform
(Dr. Hanisch)
Steding: Genossenschaftsrecht
(Prof. Dr. Schwarz)
von Werder (Hrsg.): German Code of Corporate Governance
(Prof. Dr. Peemöller)
Beiträge in wenigen Sätzen
Auswirkungen des Internationalisierungsprozesses auf genossenschaftliche
Pflichtprüfung und Prüfungsverbände
Prof. Dr. Mathias Graumann, Remagen
Der Beitrag beleuchtet aktuelle Tendenzen im Recht der Abschlussprüfung sowie im Berufsrecht der Wirtschaftsprüfer. Wie auch in der Rechnungslegung werden diese Tendenzen durch die Diffusion von Entwicklungen auf EU-Ebene und daneben durch die Tätigkeit internationaler Standardsetter maßgeblich beeinflusst. Mögliche künftige Auswirkungen auf genossenschaftliche Pflichtprüfung und Prüfungsverbände werden aufgezeigt.
Die Zukunft der Rechtsform “Genossenschaft”: Lokale Rechtsform und globale Wirklichkeit
Prof. Dr. Bernhard Großfeld, Münster
Der Prozess der Internationalisierung, Harmonisierungsbestrebungen im Bereich der Rechnungslegung, die wachsende Bedeutung des Ratings für die Finanzierung von Unternehmen sowie das Statut der Europäischen Genossenschaft stehen für Entwicklungen, denen sich die Rechtsform „Genossenschaft“ stellen muss. Der Autor hinterfragt in diesem Beitrag kritisch, inwieweit die lokal geprägte Rechtsform auf die sich ändernden (globalen) Rahmenbedingungen vorbereitet ist.
WohnungsGenossenschaft und WohnungsSolidarität
Dipl.-Ing. Barbara König, Berlin
Genossenschaften und Solidargemeinschaft werden oft gleichgesetzt. Der Beitrag überprüft am Beispiel der Wohnungsgenossenschaften, inwiefern diese Gleichsetzung ihre Berechtigung hat. In der Auseinandersetzung mit verschiedenen sozialwissenschaftlichen Konzepten wird versucht zu klären, ob und unter welchen Bedingungen Genossenschaftsvorhaben ein Ausdruck von Solidarität sind. Insbesondere die Anwendung von Moral auf das Handeln innerhalb der Gemeinschaft im Gegensatz zur Annahme ausschließlich vom Eigeninteresse motivierter Aktion wird im Zusammenhang der Wohnungsgenossenschaft diskutiert. Dabei wirkt sich das Vorhandensein von ‚Trittbrettfahrermöglichkeiten‘ deutlich auf die Durchführbarkeit von Genossenschaftsvorhaben aus.
Ländliche Genossenschaften Polens in der Transformationsperiode 1989-2001
Prof. Dr. habil. Tadeusz Kowalak, Warschau
Ausgehend von der hohen Bedeutung der Agrargenossenschaften in der Zeit des Sozialismus beschreibt der Beitrag den schwierigen Weg der Agrargenossenschaften in Polen während der Transformation. In den ersten fünf bis sechs Jahren kam es – einhergehend mit der Situation der polnischen Wirtschaft – zu einem starken Rückgang der genossenschaftlichen Unternehmensform. Darüber hinaus sind weitere politische und gesellschaftliche Faktoren des Umbruchs ausschlaggebend für diese Entwicklung. In einem zweiten Teil wird die gegenwärtige Situation (2000/2001) differenziert beleuchtet. Hierbei geht der Autor u. a. auch auf die Banken als stärkste Gruppe der Genossenschaften in ländlichen Gebieten ein.
Zwischen Mitarbeiterdemokratie und Markt - Die Industriekooperative Mondragón
Dr. Rudolf Stumberger, München
Der baskische Konzern Mondragón ist mit über 50.000 Beschäftigten die größte Industriekooperative der Welt und wirtschaftlich sehr erfolgreich. Das Unternehmen – in der Hand der Mitarbeiter – sucht derzeit nach einem Weg, der sowohl den alten Idealen der Basisdemokratie als auch den neuen Marktbedingungen genügt. Lassen sich die genossenschaftlichen Prinzipien der Partizipation auch angesichts eines globalisierten Wettbewerbes aufrechterhalten? Vor diese Frage sehen sich Arbeiter und Management gestellt.