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Quartal 1 2003

 

Band 53 (2003) - Heft 1

 

An unsere Leser

Neugestaltung der ZfgG
Prof. Dr. Volker H. Peemöller, Nürnberg

 

Was wir meinen

Rating
Prof. Dr. Bernhard Großfeld, Münster

 

Abhandlungen

Aktives Mitgliedermarketing der Genossenschaft - Zulässigkeit und Grenzen
Dr. Lutz Batereau, Hamm

Zusammenfassung

 

Qualität und Qualitätsmanagement für Wohnungsgenossenschaften
Dr. Urs Bumbacher, Fribourg

Zusammenfassung

 

Neugründung genossenschaftlicher Kooperationen im Mittelstand -
Ergebnisse eines Forschungsprojekts

Prof. Dr. Nicole Göler von Ravensburg, Frankfurt am Main
Dipl.-oec. Renate Schmidt, Marburg

Zusammenfassung

 

Zum Wirken des “Oppenheimerschen Transformationsgesetzes”
bei Produktivgenossenschaften

Prof. Dr. Jost W. Kramer, Wismar

Zusammenfassung

 

Genossenschaftsreform in Südkorea
Prof. Dr. Hyeong-Soo Jeon/Il-Sun Kang, Taegu

 Zusammenfassung

 

Buchbesprechungen

Altmeyer: Die Transformation der Konsumgenossenschaften ausgewählter postsozialistischer Länder
(Prof. Dr. Brazda/Prof. Dr. Todev)

Bernstorff: Risiko-Management im Auslandsgeschäft
(Dipl.-Kfm. Kirchner)

Keiner: Rating für den Mittelstand
(Dipl.-Kfm. Algner)

Münkner u.a.: Unternehmen mit sozialer Zielsetzung
(Prof. Dr. Steding)

Opalka: Eine Zukunft für Wohnungsgenossenschaften
(Dr. Greve)

Rädel: Selbstverständnis und mitgliederbezogene Geschäftspolitik
von Wohnungsgenossenschaften

(Dr. Leinemann)

Schauer: Rechnungswesen für Nonprofit-Organisationen
(Prof. Dr. Purtschert)

Schulz-Nieswandt/Reich/Romahn (Hrsg.): Einzelwirtschaften und
Sozialpolitik zwischen Markt und Staat - FS Engelhardt

(Dr. Schnyder)

 

 

Beiträge in wenigen Sätzen

 

Aktives Mitgliedermarketing der Genossenschaft - Zulässigkeit und Grenzen
Dr. Lutz Batereau, Hamm

Es entspricht dem Selbstzweck der Genossenschaft, die Wirtschaft ihrer Mitglieder zu fördern. Dieser Förderauftrag privilegiert die Kreditgenossenschaft gegenüber Konkurrenten, verpflichtet sie aber gleichzeitig auch gegenüber ihren Mitgliedern. Der Förderauftrag gehört zum institutionellen Kern einer Genossenschaft. Daher sind gesetzliche Schutzvorschriften, die diesen Förderauftrag beeinträchtigen, bezogen auf das Verhältnis zwischen Genossenschaft und Mitglied einschränkend auszulegen bzw. nicht anwendbar. Sonst würde die Institution der Genossenschaft gefährdet. Vielmehr begründen gerade die Gleichbehandlungspflicht und der Förderauftrag nicht nur das Recht, sondern in gewissem Umfang sogar eine Verpflichtung der Kreditgenossenschaft zum Mitgliedermarketing.

 

Qualität und Qualitätsmanagement für Wohnungsgenossenschaften
Dr. Urs Bumbacher, Fribourg

Der folgende Beitrag zeigt auf, weshalb sich die Auseinandersetzung mit den Themen Qualität und Qualitätsmanagement auch für Wohnungsgenossenschaften lohnen dürfte. Ausgangspunkt bildet die These, dass die Zufriedenheit der Mitglieder – in ihrer Funktion als Mieter, Organisationsträger und ehren- bzw. hauptamtliche Mitarbeiter – für das längerfristige Überleben der Wohnungsgenossenschaften von zentraler Bedeutung ist, wobei eine hohe Mitgliederzufriedenheit am ehesten über das Angebot von Qualitätsleistungen und die Schaffung einer qualitätsorientierten Organisation erreicht werden kann.

 

Neugründung genossenschaftlicher Kooperationen im Mittelstand -
Ergebnisse eines Forschungsprojekts

Prof. Dr. Nicole Göler von Ravensburg, Frankfurt am Main
Dipl.-oec. Renate Schmidt, Marburg

Von Ende 2000 bis Mitte 2002 hat das Institut für Genossenschaftswesen an der Philipps-Universität Marburg gemeinsam mit dem Lehrstuhl für kleine und mittlere Unternehmen am Fachbereich Betriebswirtschaftslehre der Universität Siegen ein empirisch ausgerichtetes Forschungsprojekt zu den Kriterien für Neugründungen von mittelständischen Kooperationen in genossenschaftlicher Rechtsform bearbeitet. Angeregt wurde dieses Projekt von der Abteilung Wirtschaftsförderung im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau in Rheinland-Pfalz und dem Genossenschaftsverband Frankfurt e.V. Weitere Unterstützung erfuhr es vom Wissenschaftsfonds der DZ Bank.

 

Zum Wirken des “Oppenheimerschen Transformationsgesetzes” bei Produktivgenossenschaften
Prof. Dr. Jost W. Kramer, Wismar

Das „Oppenheimersche Transformationsgesetz“ sowie eine idealtypische Definition, nach der Beschäftigte und Teilhaber identisch zu sein haben, tauchen regelmäßig in der Diskussion auf, ohne jedoch einen echten Bezug zu den tatsächlich existierenden Produktivgenossenschaften zu haben; diese sind vielmehr Fortentwicklungen eines Ursprungsmodells, ähnlich wie nach Dülfer die Marktgenossenschaft eine Weiterentwicklung der traditionalen Genossenschaft darstellt.

 

Genossenschaftsreform in Südkorea
Prof. Dr. Hyeong-Soo Jeon/Il-Sun Kang, Taegu

Seit über 100 Jahren gibt es in Korea Genossenschaften. Reformen der jüngsten Vergangenheit in Südkorea muss angelastet werden, dass die genossenschaftlichen Prinzipien und das Eigeninteresse der Mitglieder von den Interessen des Staates überlagert werden. Der Missbrauch von Genossenschaften zur Verwirklichung staatlicher Ziele ist in Korea allerdings nicht neu. Damals wie heute werden in der Politik die Genossenschaftsprinzipien missachtet.

 
 
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