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Quartal 3 2002


Band 52 (2002) - Heft 3

 

Was wir meinen

Die Genossenschaft - eine weiterhin aktuelle Rechtsform für Kooperationen!
(Prof. Dr. Ulrich Fehl, Marburg)

 

Abhandlungen

Risikomanagement: Problemaufriss und Umsetzungsmöglichkeiten in KMU
Dipl.-Kfm. Michael Kirchner, Wiesbaden

Zusammenfassung

 

10 Jahre ostdeutsche Agrargenossenschaften:
Unternehmer, Beschäftigte und Kapitalgeber in einer Person

Prof. Dr. Hans Luft, Berlin

Zusammenfassung

 

Prüfungswesen

Internationalisierung, Harmonisierung, Investororientierung - Neue Entwicklungen der Rechnungslegung und ihre Auswirkungen auf die Genossenschaften
Prof. Dr. Mathias Graumann, Remagen

Zusammenfassung

 

Länderbericht

Transformation und Neuaufbau von landwirtschaftlichen Genossenschaften in Vietnam
Dr. Axel Wolz, Halle

 Zusammenfassung

 

Personalia

Zum Tod von Wolfgang Blomeyer
Prof. Dr. Bernhard Großfeld, Münster/Prof. Dr. Manfred Neumann, Nürnberg

 

Rechtsprechung

Haftung der Genossen einer Vor-Genossenschaft
Prof. Dr. Maximilian Fuchs/Ass. Edlyn Höller, Eichstätt

 

Neues aus der Wissenschaft

Zusammenstellung der genossenschaftlichen Dissertationen und Diplomarbeiten
Dipl.-Kfm. Markus R. Algner, Nürnberg

 

Buchbesprechungen

Kanther/Petzina: Victor Aimé Huber
(Dr. Greve)

Kirk/Kramer/Steding (Hrsg.): Genossenschaften und Kooperation
in einer sich wandelnden Welt - FS Münkner

(Prof. Dr. Engelhardt)

Schiller/Tytko: Risikomanagement im Kreditgeschäft
(Dipl.-Kfm. Wimmer)

KPMG/PWC (Hrsg.): Rechnungslegungskonzeptionen im Widerstreit
(Dipl.-Kfm. Weller)

 

 

Beiträge in wenigen Sätzen

 

Risikomanagement: Problemaufriss und Umsetzungsmöglichkeiten in KMU
Dipl.-Kfm. Michael Kirchner, Wiesbaden 

Nach mehr als vier Jahren KonTraG muss man sich kritisch mit den für die mittelständischen Unternehmen ergebenden Voraussetzungen und den sich bei der Umsetzung eines Risikomanagements offenbarenden Problemen auseinandersetzen. Der Autor vertritt die Meinung, dass auch ein freiwillig eingerichtetes Risikomanagementsystem den nicht verpflichtenden gesetzlichen Vorgaben und Verlautbarungen diverser Institutionen entsprechen sollte. Die wirklichen Probleme zeigen sich nicht in der künstlich „hochproblematisierten“ Risikodokumentation, der Softwareanwendung oder den einzelnen Risikomanagementprozessschritten, sondern in der operativen Maßnahmenumsetzung und -verfolgung, bei der die KMU und insbesondere die genossenschaftlichen Unternehmen auch von teuren Beratern nur eine ungenügende Unterstützung erfahren.

 

10 Jahre ostdeutsche Agrargenossenschaften: Unternehmer, Beschäftigte und Kapitalgeber in einer Person
Prof. Dr. Hans Luft, Berlin

Die ostdeutschen Agrargenossenschaften – Neulinge in der deutschen Unternehmenslandschaft, aber auch in der genossenschaftlichen Praxis Deutschlands – haben sich in den 10 Jahren seit der Rechtsformumwandlung der DDR-LPG konsolidiert. Sie sind zwar einerseits, wie viele bäuerliche Betriebe anderer Rechtsformen, angesichts der Inanspruchnahme von Fördermitteln und geringer Eigenkapitalausstattung verwundbar. Eine neue Herausforderung besteht im bevorstehenden Generationswechsel des Managements. Andererseits können sie ihren Produktivitätsvorsprung weiter ausbauen, wenn sie höhere Marktanteile erschließen – nicht zuletzt durch höhere Wertschöpfung bei der Weiterverarbeitung landwirtschaftlicher Primärprodukte. Damit festigen sie zugleich ihre Stellung als Hauptarbeitgeber in vielen ostdeutschen Dörfern.

 

Internationalisierung, Harmonisierung, Investororientierung - Neue Entwicklungen der Rechnungslegung und ihre Auswirkungen auf die Genossenschaften
Prof. Dr. Mathias Graumann, Remagen

Ausgehend vom Bilanzrichtlinien-Gesetz und neueren Gesetzeswerken (KonTraG, KapAEG, KapCoRiLiG), in denen Anfänge einer Internationalisierung und Harmonisierung der Rechnungslegung begründet liegen, analysiert der Beitrag diesbezügliche aktuelle Tendenzen. Diese gehen zum einen auf die Arbeit der sog. Standardsetter, zum anderen auf Initiativen der EU zurück. Es ergeben sich auch für Genossenschaften tief greifende Auswirkungen, da nicht nur auf den Konzernabschluss abgezielt wird, sondern auch Ansatz- und Bewertungsvorschriften im Einzelabschluss, der handels- und steuerrechtliche Ergebnisausweis, damit die Steuerbelastung und nicht zuletzt der Verwaltungsaufwand der Abschlusserstellung betroffen sind.

 

Transformation und Neuaufbau von landwirtschaftlichen Genossenschaften in Vietnam
Dr. Axel Wolz, Halle

Die Aufgabe der landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften im Jahre 1988 führte zu einer Renaissance der Familienbetriebe in Vietnam. Die Genossenschaften mussten sich entweder in effiziente Dienstleistungsgenossenschaften transformieren oder sie verloren ihre Berechtigungsgrundlage. Die Verabschiedung des Genossenschaftsgesetzes im Jahre 1996 sollte den Transformationsprozess fördern, aber auch die gesetzliche Grundlage für Neugründungen schaffen. Seitdem hat sich die Zahl der transformierten sowie der neugegründeten Genossenschaften erheblich erhöht. Allerdings ist der Transformationsprozess noch nicht abgeschlossen.

 
 
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