Quartal 3 2001
Band 51 (2001) - Heft 3
Was wir meinen
Genossenschaftswissenschaft quo vadis?
(Prof. Dr. Robert Purtschert, Fribourg)
Aktuelles
5. Internationales Colloquium der NPO-Forscher 2002 - CALL FOR PAPERS
(Prof. Dr. Reinbert Schauer, Linz)
Abhandlungen
Die eingetragene Genossenschaft im Berufsfußball
Dr. Claas Fuhrmann, Köln
Zusammenfassung
Führungsprobleme im Fall der Co-op Dortmund-Kassel
Prof. Dr. Hans-H. Münkner, Marburg
Zusammenfassung
Änderungen des Genossenschaftsgesetzes aus der Sicht der Praxis
Dr. Hans-Jürgen Schaffland, Bonn
Zur Zukunft des genossenschaftlichen Förderzwecks
Prof. Dr. Dr. h.c. Ernst-Bernd Blümle, Fribourg
Prüfungswesen
Besonderheiten des genossenschaftlichen Prüfungswesens
Dipl.-Kfm. Joseph Bergmann, Bonn
Gedanken zum Peer Review bei der Genossenschaftsrevision
im Österreichischen Raiffeisenverband
Direktor Mag. Arnulf Perkounigg, Innsbruck
Zusammenfassung
Interview
Genossenschaften: Wettbewerbsfähigkeit durch Anpassungsfähigkeit
Theresia Theurl im Gespräch mit Gert van Dijk (Rabobank)
Chronik
Energie-Genossenschaften: Fast vergessen, trotz großer Zukunftschancen
Dipl.-Volksw. Richard Wagner, Regensburg
Neues aus der Wissenschaft
Zusammenstellung der genossenschaftlichen Dissertationen und Diplomarbeiten an den Forschungsinstituten
Dipl.-Kfm. Heino Weller, Nürnberg
Buchbesprechungen
Jehle: Produktionswirtschaft
(Dipl.-Kfm. Heino Weller)
Pfeuffer-Kinnel: Preismanagement in Kreditinstituten
(Prof. Dr. Betsch)
Rinker: Anreizsysteme in Kreditinstituten
(Dr. Husmann)
Sailer (Hrsg.): Immobilien Fachwissen von A-Z
(Dr. Leinemann)
Schur: Kreditgenossenschaftliches Frühwarnsystem
(Dr. Finsterer)
von Stechow: Aktuelle Entwicklungen des Genossenschaftswesens in Deutschland
(Prof. Fehl)
von Stechow (Hrsg.): Marketing im Genossenschaftssektor
(Prof. Purtschert)
Wicki-Breitinger: Balanced Scorecard als Planungsinstrument
(Dr. Gabler)
Witt/Blümle/Schauer/Anheier (Hrsg.): Ehrenamt und Modernisierungsdruck in Nonprofit-Organisationen
(Prof. Ringle)
Zehetner: Die Rechnungslegung der Genossenschaften
(Prof. Peemöller)
Beiträge in wenigen Sätzen
Die eingetragene Genossenschaft im Berufsfußball
Dr. Claas Fuhrmann, Köln
Die Fußballvereine der ersten und zweiten Fußballbundesliga sowie die der zukünftigen dritten deutschen Profiliga sind derzeit bis auf wenige Ausnahmen alle als Idealvereine im Vereinsregister eingetragen. Als Folge einer seit mehreren Jahren von den Vereinen, dem DFB und in der Fachliteratur geführten Diskussion hat der Deutsche Fußball Bund (DFB) auf seinem Bundestag vom Oktober 1998 den Vereinen verbandsrechtlich freigestellt, den wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb (Berufsfußballabteilung) auf eine Kapitalgesellschaft auszugliedern. Entsprechend der bis dahin in der Öffentlichkeit geführten Diskussion, wurde den Vereinen eine Ausgliederung der Berufsfußballabteilung auf eine AG, GmbH oder KGaA verbandsrechtlich freigestellt, die selbst unmittelbar am Spielbetrieb der Fußball-Bundesligen teilnehmen darf.
Kaum Beachtung im Rahmen der Ausgliederungsdiskussion hat bisher die Rechtsform der eG gefunden. Obwohl die eG von den wirtschaftlichen Sondervereinen dem Idealverein am ähnlichsten ist, ist eine öffentliche Auseinandersetzung mit der eG im Berufsfußball bisher nicht erfolgt. Im Folgenden untersucht der Verfasser, inwieweit die eingetragene Genossenschaft als Rechtsform für die Profiabteilungen der Fußball-Bundesligavereine in Betracht kommt.
Führungsprobleme im Fall der Co-op Dortmund-Kassel
Prof. Dr. Hans-H. Münkner, Marburg
Die vorliegende Übersicht über die letzten zehn Geschäftsjahre der Co-op Dortmund-Kassel zeigt exemplarisch, wie eine Verlagerung des Schwerpunkts von Mitgliederförderung auf Expansion durch Fusionen und Unternehmensübernahmen die Entwicklung einer großen Genossenschaft prägen kann. Nach Schilderung der Ausgangsposition der 1992 noch erfolgreichen Großgenossenschaft wird unter Auswertung von Presseberichten analysiert, wie sich der Niedergang der Co-op Dortmund in drei sich überschneidenden Phasen vollzieht: Expansion, Konsolidierungsversuche, Liquidation praktisch schon vor der Auflösung. Danach werden die Gründe für den Niedergang, die Maßnahmen des Management zur Rettung der Genossenschaft sowie der Einfluss der Gläubigerbanken auf den Gang der Ereignisse untersucht. Dabei zeigt sich, dass die eigentlichen Verlierer letztlich die Mitglieder sind.
Gedanken zum Peer Review bei der Genossenschaftsrevision
im Österreichischen Raiffeisenverband
Direktor Mag. Arnulf Perkounigg, Innsbruck
Die derzeit aktuellen Bestrebungen zur Absicherung einer Prüfungsqualität haben auch im österreichischen Raiffeisensektor Überlegungen ausgelöst, sich mit Hilfe der Methode des Peer-Review den freiwilligen Bestrebungen der Wirtschaftsprüfer anzuschließen und damit dieselben Qualitätssicherungsmaßnahmen durchzuführen, die sich die Wirtschaftsprüfer auferlegt haben, noch bevor allfällige gesetzliche Regelungen dies vorschreiben. Dabei stellt sich die bestehende Struktur der Revisionsverbände als geeigneter Anknüpfungspunkt dar.