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Quartal 2 2001


Band 51 (2001) - Heft 2

 

Schwerpunktheft

“Reformbedarf im GenG”

 

Was wir meinen

Internet!
(Prof. Dr. Bernhard Großfeld, Münster)

 

Abhandlungen

Aller Anfang ist schwer – zur Erleichterung der Gründung von
“kleinen Genossenschaften”
Prof. Dr. Wolfgang Blomeyer, Erlangen

Zusammenfassung

 

Probleme einer kleinen Dienstleistungsgenossenschaft in der Gründungs-
und Aufbauphase – dargestellt am Beispiel der SOFTWARE RING eG
Dipl.-Kfm. Jochen Holzner, Nürnberg

Zusammenfassung

 

Möglichkeiten zur Überwindung der Kostenbarrieren bei der Neugründung von Genossenschaften
Prof. Dr. Volker H. Peemöller/Dipl.-Kfm. Heino Weller, Nürnberg

Zusammenfassung

 

Attraktivität der Genossenschaften erhöhen: Ökonomische Überlegungen
zur Reform des Genossenschaftsrechts
Dipl.-Volksw. Eckart Henningsen, Frankfurt am Main

Zusammenfassung

 

Der Förderzweck – nach wie vor punctum saliens der genossenschaftlichen Rechtsform?
Ein Diskussionsbeitrag zu einem fundamentalen Aspekt der Reform des Genossenschaftsrechts
Prof. Dr. Rolf Steding, Potsdam

Die Selbstverwaltung als Typen bestimmendes Merkmal genossenschaftlicher Kooperation.
Zur Frage einer Modernisierung des Genossenschaftsgesetzes
Dr. Wilhelm Jäger, Münster 

Zum Stand der Bemühungen um eine Reform des österreichischen Genossenschaftsgesetzes
Prof. Dr. Johann Brazda/Prof. Dr. Markus Dellinger/Prof. Dr. Robert Schediwy, Wien

 Zusammenfassung

 

Chronik

“Die Genossenschaft – Wachstumsstrategien und Zukunftspotenziale”
Euroforum-Seminar am 25./26. Januar 2001 in Bad Homburg
Dr. Thomas Baumgärtler, München

“Vorschläge zur Veränderung des GenG” Workshop des Vereins zur
Förderung des Genossenschaftsgedankens am 8. November 2000 in Berlin
RechtsRef. Heike Förstner-Reichstein/Dipl.-Kfm. Heino Weller, Nürnberg

 

Buchbesprechungen

Rolfes/Schierenbeck/Schüller (Hrsg.): Konzentration am Bankenmarkt
(Prof. Dr. Betsch)

Schult: Bilanzanalyse
(Dr. Finsterer)

Strickmann: Witschaftsprüfung im Umbruch
(Prof. Dr. Peemöller)

Theurl (Hrsg.): Internet - Chance für Genossenschaften
(Dr. Kramer)

Thiemann (Hrsg.): Die Genossenschaften an der Jahrtausendwende
(Dipl.-Kfm. Weller)

 

 

Beiträge in wenigen Sätzen

 

Aller Anfang ist schwer – zur Erleichterung der Gründung von
“kleinen Genossenschaften”

Prof. Dr. Wolfgang Blomeyer, Erlangen

Die Zahl der Genossenschaften ist in den letzten Jahrzehnten zwar erheblich zurückgegangen, es sind aber zahlreiche neue Geschäftsfelder entstanden, in denen die eingetragene Genossenschaft bisher nur deshalb eine relativ geringe Rolle spielt, weil die Gründungsvorschriften des deutschen Genossen-schaftsrechts schwer überwindbare Hürden darstellen. Sowohl die Gründung als auch die Organisation “Kleiner Genossenschaften”, bedarf vor allem in der Anfangszeit einiger Erleichterungen.
Der Beitrag prüft, ob die Erleichterungen im Zusammenhang mit der anstehenden kleinen Genossenschaftsgesetzreform inner-halb oder außerhalb des Genossenschaftsgesetzes geregelt werden sollte, und er erörtert die Mindestgründerzahl, die Anforderungen an den Vorstand sowie an den Aufsichtsrat. Die Frage nach einer Senkung der erheblichen Gründungskosten wird dem Beitrag von Peemöller/Weller vorbehalten. Abschließend geht der Verfasser der Frage nach, ab welchem oberen Schwellenwert die Erleichterungen hinfällig sind, so dass die “Kleine Genossenschaft” bei einer Überschreitung dieses Wertes als “normale Genossenschaft” zu behandeln ist.

 

Probleme einer kleinen Dienstleistungsgenossenschaft in der Gründungs-
und Aufbauphase – dargestellt am Beispiel der SOFTWARE RING eG

Dipl.-Kfm. Jochen Holzner, Nürnberg

Am Beispiel der Fördergenossenschaft SOFTWARE RING eG wird in diesem Beitrag an einigen ausgewählten “Hemmfaktoren” demonstriert, auf welche Schwierigkeiten eine kleine Dienstleistungsgenossenschaft in der Gründungs- und Aufbauphase stößt. Die hemmenden Faktoren rühren jedoch meist nicht nur von den gesetzlichen Rahmenbedingungen her, die vom heutigen Genossenschaftsrecht vorgegeben sind, sondern sie wurzeln oftmals in verschiedenen organisatorischen, rechtlichen, finanziellen und branchenspezifischen Parametern.

 

Möglichkeiten zur Überwindung der Kostenbarrieren bei der Neugründung von Genossenschaften
Prof. Dr. Volker H. Peemöller/Dipl.-Kfm. Heino Weller, Nürnberg

Die Anzahl der in genossenschaftlicher Rechtsform betriebenen Unternehmen nimmt bundesweit seit mehreren Jahren kontinuierlich ab. Die relativ geringe Zahl an neuen Genossenschaften reicht bei weitem nicht aus, den durch Fusionen und Rechtsformwechsel verursachten Bestandsverlust auch nur annähernd auszugleichen.
Der vorliegende Beitrag zeigt aus betriebswirtschaftlicher Sicht ausgewählte Kostenfaktoren auf, die Gründern die Entscheidung für die eingetragene Genossenschaft als Organisationsrahmen erschweren. Vor allem die genossenschaftsspezifischen Prüfungsnormen sind die Ursache für vergleichsweise hohe Rechtsformkosten. Vorschläge zur Deregulierung sollen helfen, diese zu verringern.

 

Attraktivität der Genossenschaften erhöhen: Ökonomische Überlegungen
zur Reform des Genossenschaftsrechts

Dipl.-Volksw. Eckart Henningsen, Frankfurt

Die Genossenschaften müssen attraktiver, ihre Wettbewerbsfähigkeit muss gestärkt werden. An der Kooperationsbereitschaft im Mittelstand mangelt es nicht - im Gegenteil. Volks- und betriebswirtschaftliche Veränderungen stellen neue Herausforderungen für die Genossenschaften und ihre Mitglieder dar. Was unter diesen Umständen wichtig ist, um die Zukunftsfähigkeit der Genossenschaften zu sichern, muss in eine Neuformulierung des Genossenschaftsrechts einfließen.

 

Zum Stand der Bemühungen um eine Reform des österreichischen Genossenschaftsgesetzes
Prof. Dr. Johann Brazda/Prof. Dr. Markus Dellinger/Prof. Dr. Robert Schediwy, Wien

Die geschichtliche Entwicklung des österreichischen Genossenschaftsrechts entspricht – ausgehend von einem sehr liberal gestalteten Gesetzestext – weitgehend einer Angleichung an die genossenschaftliche Lebenswirklichkeit. Für die Umsetzung einer in den letzten Jahren bereits weit gediehenen großen Genossenschaftsrechtsreform dürfte der Druck der wirtschaftlichen Veränderungsnotwendigkeiten nicht groß genug gewesen sein.

 
 
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