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Quartal 3 2000


Band 50 (2000) - Heft 3

 

Was wir meinen

50 Jahre Zeitschrift für das gesamte Genossenschaftswesen
(Prof. Dr. Wolfgang Blomeyer, Erlangen)

 

Abhandlungen

Die Zukunft der Genossenschaft in der Europäischen Union an der  Schwelle zum 21. Jahrhundert. Zur 14. Internationalen Genossenschaftswissenschaftlichen Tagung 5. bis 7. September in Nürnberg
Prof. Dr. Wolfgang Blomeyer, Erlangen

Zusammenfassung

 

"Genossenschaft, Sekte, Verein in Deutschland. Band I: Vom Spätmittelalter bis zur Französischen Revolution" Kommentar zu Wolfgang  Hardtwig 
Prof. Dr. Werner W. Engelhardt, Köln

Zusammenfassung

 

Gibt es ein "Gesetz der sinkenden Zinsspanne" bei  Kreditgenossenschaften?
PD Dr. Dr. habil. Richard Reichel, Nürnberg

Zusammenfassung

 

Eigenkapitalbeschaffung bei genossenschaftlichen Unternehmen
Dipl.-Kfm. Thomas Strieder, Planegg

Zusammenfassung

 

Kooperation in Gesundheits- und Sozialdiensten
Dr. Gabriele Ullrich, Genf

Zusammenfassung

 

Rechtsprechung

Vereinbarkeit von ordentlicher und außerordentlicher Mitgliedschaftskündigung
mit nationalem und europäischem Wettbewerbsrecht
Prof. Dr. Winfried Veelken/Dr. Frank Bayreuther, Erlangen

 

 Buchbesprechungen

 

 

Beiträge in wenigen Sätzen

 

Die Zukunft der Genossenschaft in der Europäischen Union
an der Schwelle zum 21. Jahrhundert

Prof. Dr. Wolfgang Blomeyer

Mit dem Beitrag soll im Vorfeld der XIV. Internationalen Genossenschaftlichen Tagung auf die wichtigsten der zu verhandelnden Fragen aufmerksam gemacht und zeitig zu Diskussionsvorschlägen angeregt werden. Im Mittelpunkt steht die künftige Entwicklung des Genossenschaftsgedankens in der Europäischen Union. Basierend auf den unterschiedlichen Wurzeln der Genossenschaftsidee in Europa wird auf die Schwierigkeiten bei der Harmonisierung des Genossenschaftsrechts im entstehenden einheitlichen europäischen Wirtschaftsraum eingegangen. Sie zeigen sich bereits überdeutlich im Statutenentwurf für eine grenzüberschreitende Europäische Genossenschaft. Auch dem genossenschaftlichen Verbund- und Verbandssystem dürfte künftig eine wichtige Rolle in Europa zukommen.

 

Gibt es ein "Gesetz der sinkenden Zinsspanne"
bei Kreditgenossenschaften?

PD Dr. Dr. habil. Richard Reichel

Der Beitrag geht der Frage nach, ob sich bei Kreditgenossenschaften im Zuge verstärkten Wettbewerbs eine dauerhafte Verschlechterung der Zinsspanne feststellen lässt. Es wird gezeigt, daß ein enger positiver Zusammenhang zwischen Zinsniveau und Zinsspanne existiert und daß dieser Zusammenhang auch die gegenwärtig unbefriedigenden Zinsergebnisse von Genossenschaftsbanken erklären kann. Empirische Hinweise auf weitere Faktoren, die die Zinsspanne langfristig negativ beeinflussen, lassen sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht finden. Für die nähere Zukunft wird ein Anstieg der Zinsspanne prognostiziert, wobei aber die Werte der 70er und 80er Jahre nicht wieder erreicht werden dürften.


Eigenkapitalbeschaffung bei genossenschaftlichen Unternehmen
Dipl.-Kfm. Thomas Strieder

Dieser Beitrag geht nach einer Darstellung des Eigenkapitalausweises in der Bilanz der Genossenschaft von der genossenschaftlichen Eigenkapitalproblematik aus und zeigt verschiedene Ansätze auf, diese zu lösen bzw. abzumildern. Dabei wird insbesondere auch auf kapitalmarkttaugliche Instrumente eingegangen. Die einzelnen Gestaltungsvorschläge sehen alle den Fortbestand der Genossenschaft mit ihrer förderwirtschaftlichen Zielsetzung vor. Die Lösungsmöglichkeiten werden jeweils kurz auf ihre Zulässigkeit untersucht und daran anschließend beurteilt.


Internationale Kooperation in Gesundheits- und Sozialdiensten
Dr. Gabriele Ullrich

In Gesundheits- und Sozialdiensten haben sich Kooperationsformen in genossenschaftlicher und nicht-genossenschaftlicher Rechtsform entwickelt. Internationale Beispiele zeigen, welche Auswirkungen diese Kooperationsansätze haben können auf die Qualität und den Zugang zu den Dienstleistungen, auf die Erwartungen des Staates und seiner Bürger und schließlich auf die Identität und Funktionsweise der Selbsthilfeorganisationen. Abweichende Genossenschaftskulturen und –gesetzgebungen eröffnen unterschiedliche Wege, Dienstleistungen im öffentlichen Interesse durch private Kooperation bereitzustellen. Im Rahmen der Reformen des Gesundheitswesens und der Reduzierung staatlicher Dienstleistungen bietet sich für Genossenschaften und andere Selbsthilfeorganisationen ein rasch wachsendes erwerbswirtschaftliches Betätigungsfeld.

 
 
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